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Warum ein positives Mindset haben nicht immer der beste Ratschlag ist und man auch mal realistisch sein sollte

10. Mai 2021


Hey & Hallo!

Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und sage, dass wir es alle kennen. Negative (wiederkehrende) Gedanken, die einem einfach die Energie rauben. Und wahrscheinlich kennen wir auch die gut gemeinten Ratschläge anderer die damit einher gehen: wenn du ein positives Mindset hast, bist du ein positiv eingestellter Mensch und konzentrierst dich nicht auf das Negative. Schön und gut, ja das ist auch richtig so. Aber es gibt einfach diese bestimmten Situationen in denen man sich einfach mal selbst schlecht macht oder man immer wieder einen wiederkehrenden schlechten Gedanken hat. Es gibt diese Theorie mit dem positiven Mindset und dass das, worauf man seine Gedanken ausrichtet, das Gefühlsleben beeinflusst. Aber funktioniert das langfristig wirklich so gut wie immer alle predigen ?  


Positive Gedanken, zB ein gesunder Optimismus oder aufrichtige Dankbarkeit haben einen positiven Effekt auf das eigene Wohlbefinden und die mentale Gesundheit. Dazu gibt es bereits diverse Studien. Diese Studien zeigen auch auf, dass man genau dies erlernen und trainieren kann. Man kann also aktiv an dem Einfluss an seinem Gefühlsleben arbeiten. Positives Denken ist also durchaus sinnvoll, oder nicht ? Es gibt jedoch immer einen bestimmten Grund, warum du gerade so denkst oder dich gerade so fühlst wie du es eben tust. Meistens ist es erst einmal einfach nur ein Ausdruck deiner Gedanken, was in deinem Kopf oder Körper gerade so los ist. Oberflächlich und kurzfristig ist es durchaus möglich seine Gedanken aktiv zu verändern und das negative in ihnen zu bekämpfen und umzusteuern. Jedoch wird dadurch nicht die zugrunde liegende Ursache bekämpft und behoben. Die Psyche eines Menschen ist so unfassbar komplex, genauso wie das Leben eines jeden einzelnen von uns. 



Es ist durchaus wichtig, positiv durchs Leben zu gehen und sich nicht an all den negativen Momenten und Gedanken festzuhalten. Es ist aber auch nicht richtig, seine Gefühle nicht anzuerkennen und diese mit einem vermeintlich positiven Gedanken zu neutralisieren zu versuchen. Man kann sie vielleicht für einen Moment bei Seite schieben, aber dadurch lösen sie sich nicht in Luft auf. Negative und unangenehme Gefühle sind eben nun deshalb so unangenehm, da sich dich dazu bringen möchten, dass du dich darum kümmerst und sorgst. Und sie sind nicht dazu da ignoriert oder beiseite geschoben zu werden. Eine Unterscheidung in gutes und schlechtes Denken oder in Positives und Negatives Denken ist nicht immer angebracht. Denn manche Ereignisse im Leben sind einfach beschissen, anders kann man es nicht sagen. zB Trennungen, Tod, Arbeitsplatzverlust, Streit und noch so einiges mehr. Und es ist vollkommen in Ordnung dann sauer, traurig oder was auch immer zu sein. Diese Emotionen und Gefühle darf und muss man zulassen und muss sie sich nicht mit einem "positiven Mindset" wegdenken! 


Dauerhaft positives denken ist nicht menschlich. Macht euch das bewusst. Das setzt nicht nur dich sondern auch andere unter Druck. Man würde nach einem Ideal streben, das es einfach nicht gibt. Eine perfekte, heile Welt - die in der Realität nicht existiert. Ich hoffe, dass es zu einem Teil verständlich wurde, dass ständiges positives Denken oder der Versuch kein langfristiger Weg für ein zufriedenes Leben sein kann. Man muss mit negativen Gedanken letztlich einfach nur richtig umgehen. 



Die Zeichen seines Körpers und der Seele zu lesen und zu deuten, kann jedoch nicht jeder. Aber man kann es lernen auf sich selbst zu hören. Oftmals setzen wir uns einfach nicht genau genug mit der Welt um uns herum auseinander, sondern leben parallel von dieser vor uns her. Daher ist es wichtig, sich selbst besser kennenzulernen und das eigene Zusammenspiel aus Körper und Psyche zu verstehen. Positives Denken ist in bestimmten Situationen sehr hilfreich und wirksam und kann bewusst dabei helfen, sich mental auf Herausforderungen vorzubereiten. Sie müssen jedoch stets passend dosiert werden. Aber du musst nicht immer positiv denken, du wirst nicht psychisch krank nur weil du öfters negativ denkst. Du bist auch nicht selbst schuld, wenn du negativ denkst und du musst dich auch nicht nur ein bisschen mehr anstrengen und üben um deine Gedanken ins Positive zu steuern. Klar es kann in machen Situationen sehr hilfreich sein dies zu tun, aber bei all den "du musst ein positives Mindset haben" - Aussagen da draußen, wollte ich dir nur mit an die Hand geben, dass es nicht zu allen Situationen im Leben passt und es in Ordnung ist auch mal negativ eingestellt zu sein. Dies sollte nur nicht die Macht über das Ganze Leben einnehmen. 



Wie siehts bei dir aus ? Hast du ein stets positives Mindset ?
Oder überkommen dich auch des Öfteren mal negativen Gedanken ?


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