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Über die Wertlosigkeit der Dinge und weshalb wir durch die Erfahrungen aus 2020 mehr über uns selbst erfahren haben

24. Dezember 2020


Hey & Hallo!

Als aller erstes wünsche ich euch mal Merry Christmas! Heute ist der 24.12. und trotzdem möchte ich euch noch mit einem persönlichen Beitrag die Zeit heute etwas vertreiben. Ich weiß, der heutige Tag wird für viele nicht so sein wie gewohnt. Die Auflagen sind streng und viele können Weihnachten sicherlich nicht so feiern wie sie gerne wollen würden. Haltet die Ohren steif und macht euch so oder so, was auch immer bei euch heute ansteht, einen schönen heilig Abend.


Das Jahr 2020 war der Wahnsinn und wird in die Geschichte eingehen. Es ist der hammer was uns dieses Jahr über begleitet hat, wie sich staatliche Anordnungen in unseren Tagesablauf integriert haben und womit wir dieses Jahr lernen mussten umzugehen. Doch ich lehne mich mal aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass wir dieses Jahr neben all den negativen Aspekten auch einige positive Aspekte gewinnen können. Allen voran haben viele die Zeit in Lockdowns und die viele Zeit zu Hause dafür genutzt etwas zu reflektieren und sich mehr oder weniger wieder etwas mehr bewusst zu machen, was wirklich wichtig ist im Leben. Es sind nicht die materiellen Güter die uns wirklich glücklich machen, die wir zum Leben brauchen. Es sind geliebte Menschen, Familie, Freunde die wir dieses Jahr sehr vermisst haben. Das Reisen, die Leichtigkeit und einfach die Spontanität. Einfach mal Abends Essen gehen, mit Freunden in einem Café treffen und einfach das zu tun, was wir für selbstverständlich angesehen haben. Stattdessen wurden wir dieses Jahr mehrmals gebeten zu Hause zu bleiben, Kontakte auf das Nötigste zu minimieren, Masken zu tragen und Abstand zu halten. 



Wir haben über uns erfahren, dass wir bereits alle Dinge, die wir wirklich brauchen bereits haben. In materieller Sicht. Wir haben gelernt, dass es die sozialen Kontakte sind, die wirklich einen hohen Stellenwert in unserem Leben haben. Immerhin ist es doch so, dass wir generell einfach zu viel Zeug haben. Der Konsum hat zwar nicht zwingend nachgelassen, doch es war nicht das was wir in diesem Jahr brauchten. Der Wert von materiellen Dingen kommt niemals den Wert der Liebe eines Menschen heran. Die Wertlosigkeit der Dinge erkannte ich erstmals als der erste Lockdown kam und wir angehalten wurden nur das Haus zu verlassen um Lebensmittel oder Produkte für den täglichen Bedarf zu besorgen. Es standen die ersten Geburtstage an an denen man seine liebsten nicht besuchen durfte und nicht mit ihnen feiern durfte. Und auch wenn es erlaubt war, habe ich mich im ersten Lockdown wie eine kriminelle gefühlt als ich zu meinem Partner nach Hause gefahren bin. Generell war im ersten Lockdown noch alles viel strenger und wurde von den Menschen mehr eingehalten. Ich war nahezu alleine auf der Straße und kam mir vor wie während einer Zombieapokalypse. 


Der wirklich schmerzvolle Aspekt dieses Jahr waren doch die reduzierten Kontakte. Wir haben mehr und mehr gelernt wie wertvoll es ist, wenn man der Selbstverständlichkeit nachgehen kann seine Freunde und Familie zu besuchen und sich zu treffen wann immer man das möchte. Und vor allem auch so lange wie man möchte und nicht wie im Teenie Alter zu einer bestimmten Uhrzeit wieder zu Hause zu sein hat, da Ausgangssperre herrscht. Weihnachten wird für viele dieses Jahr eine Geduldsprobe werden und ich bin heil froh, dass es mir die aktuellen Regeln erlauben, dass ich heute Abend bei meiner Familie sein kann und zusammen mit ihnen Essen kann. Die beschränkte Uhrzeit hierbei ist natürlich alles andere als schön, denn gerade an Weihnachten - dem Fest der Familie - möchte man nicht um 20.30 Uhr wieder das Haus verlassen um vor Eintritt der Ausgangssperre wieder zu Hause zu sein. Und auch wenn ich froh bin, dass die Regeln es erlauben mit seiner Familie im engeren Kreis Weihnachten zu feiern umso böser stößt es mir auf, dass es hierfür eine zeitliche Begrenzung gibt.



Normalerweise bin ich an Weihnachten immer gegen 22 / 23 Uhr von meinen Eltern nach Hause gefahren. Mein Freund und ich haben Weihnachten schon immer getrennt jeweils mit unseren Familien gefeiert. Da mein Freund aber auch an Weihnachten Geburtstag hat, war für mich schon immer klar, dass ich den späteren Abend auch noch mit ihm verbringen möchte und wir zu zweit noch ein bisschen Weihnachten und Geburtstag feiern. Noch nie habe ich mich so gestresst und eingeengt gefühlt wie dieses Jahr. Eine zeitliche Begrenzung mit meiner Familie für Weihnachten zu haben ist für mich persönlich sehr schlimm! Da ich nicht über Nacht bei meiner Familie bleiben kann (da ich meinen Freund an seinem Geburtstag nicht sitzen lassen möchte), macht es das Ganze für mich umso schlimmer! 


Nun ja, nun ist der heilig Abend ja aber noch nicht angebrochen und noch weiß ich nicht wie es dann tatsächlich werden wird. Vielleicht kommen wir auch einigermaßen gut hin mit der Uhrzeit. Man nimmt was man kriegen kann und jede Minute zählt. Besser als nichts. Hätte auch ganz anders laufen können.



Wie verbringt ihr den heilig Abend dieses Jahr ?
Fühlt ihr euch sehr eingeschränkt von den Vorgaben ?



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