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Wenn sich der Kopf nicht ausschalten lässt… 10 Tipps um endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen

12. Oktober 2020

Hey & Hallo!

"Wow das ist zu beneiden", "ich bin stolz auf dich", "da bin ich aber neidisch"... haben sie gesagt. Aussagen die Freunde und Bekannte öfters mal von sich geben, wenn sie sehen was ich durch Social Media erreicht habe und wenn mal wieder eine Pressereise ansteht. Gut, die Pressereisen waren in 2020 eher mau - die eine die während der aktuellen Lage angestanden wäre musste abgesagt werden, da das RKI die Stadt am Abend vor Reiseantritt auf die Risikoliste aufgenommen hat. Aber dennoch Aussagen die regelmäßig kommen. Ihr wisst, dass ich schon viele Pressereisen angetreten bin und dank Social Media auch die Möglichkeit habe oft/öfters zu verreisen und zB Wellness Hotels zu besuchen als "normale" Menschen. Über diese Möglichkeit bin ich auch unfassbar dankbar und weiß es sehr zu schätzen, doch was man nicht vergessen darf ist: von nichts kommt nichts. Ja, es ist Ein Traum kostenlos verreisen zu dürfen und trotzdem hat man immer ein komisches Gefühl. Diese Art von Gefühl wie als hätte man ein schlechtes Gewissen. 

Ich habe die letzten 7 Jahre so viel gearbeitet wie noch nie in meinem Leben zuvor. Mein Blog erblickte im Mai 2013 das Licht der Welt und von da an ging es los. Früher noch täglich neue Blogposts, dann kam Instagram und YouTube dazu, nach einer Neustrukturierung kam dann der Podcast und und und. Gefühlt bediene ich alle Plattformen, bin überall vertreten, reiße mir den Arsch auf und das seit über 7 Jahren. Egal ob Krankheit oder Urlaub - ihr, meine Leser und Follower, seid stets mit dabei und ein Abschalten ist nicht möglich. Täglich neue Instagram Stories (@Justellamaria), fast täglich neue Bilder im Feed. Egal auf welcher Plattform - täglich gibt es irgendwo immer etwas von mir zu sehen. Und das seit über 7 Jahren. Wochenende, Freizeit und Urlaub sind Dinge, die ich die letzten 7 Jahre nicht gemacht und nicht gekannt habe. Als Blogger und Influencer ist man ständig on the run. Auf der Suche nach der perfekten Foto Location und tollen Bildideen für den Feed. Die Story soll ja auch einigermaßen spannend sein. Es ist schwer, es kostet viel Kraft, Schweiß und Tränen. Aber für mein Empfinden nach, ist es das absolut wert. Ich habe einmal einen Blogpost verfasst, wie das Bloggen mein Leben verändert hat. Und neben ein paar negativen Dingen sind es vor allem aber die unendlich vielen positiven Dinge, die all die Arbeit wert sind. Ich liebe den Job als Blogger und würde ihn auch für nichts auf dieser Welt eintauschen.


Dennoch ist es aber auch genau dieses Berufsbild, das mir schlaflose Nächte beschwert. Das schuld daran ist, dass ich im Urlaub nicht einfach auch mal Urlaub machen kann und schon längst nicht mehr weiß, wie man sich langweilt, wie man "nichts" tut und wie man sich überhaupt entspannt und ein paar Gänge herunterfahren kann. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und gerade in der Blogger und Influencer Branche bist du von heute auf Morgen raus, wenn du nicht permanent am Ball bleibst. Du wirst vom Algorithmus bestraft, wenn du deine Kanäle nicht täglich mit neuen Inhalten bespielst und deine Postings werden nur noch einem Bruchteil an Menschen angezeigt. Nicht mal den eigenen Followern werden alle Beiträge angezeigt - soweit ist es mit dem Algorithmus mittlerweile schon gekommen. Für jemanden, oder in diesem speziellen Falle mich, der dies unter anderem beruflich nutzt, ist das ein enormer Druck. Ein täglicher Druck der auf den Schultern liegt. Und wenn man großen Wert auf eine bestimmte Qualität von Bildern, Stories und Captions legt - dann ist der Druck gleich 10x so hoch. Täglich kreisen meine Gedanken darum, welche Bildidee ich mir jetzt nach über 7 Jahren noch aus den Fingern saugen soll und wenn man dann doch mal die ein oder andere Idee hat stellt sich die Frage - wie setze ich das denn nun eigentlich um ? Es ist eine permanente Schleife, ein Karussell - es dreht sich täglich immer wieder um das gleiche. Dass das einen Menschen auf Dauer kaputt machen kann und man auch mal dringend wieder abschalten muss, ist da nur verständlich. 

Loslassen, abschalten und trotzdem glücklich sein! 

Mehr zu dem Thema JOMO - The Joy of Missing Out als das Pendant zu FOMO - The Fear of Missing Out habe ich für euch bereits schon in Vorgänger Blogposts zusammen gefasst. Schaut auch dort gerne mal rein. Die Welt dreht sich weiter! Man muss nicht jede Runde mitfahren, doch sich das bewusst zu machen ist nicht immer einfach. Man selbst ist einfach nicht der Nabel der Welt - und mal als einfaches Beispiel: Sollte mal einen Tag lang keine Instagram Story kommen, würde es wahrscheinlich nicht mal jemandem auffallen. Die Welt ist so schnelllebig und ständig passiert etwas neues und so ist das auch im Netz, auch bei Instagram. Es ist okay Pausen zu brauchen und sie auch einzufordern. Es ist okay Pausen zu machen und sich wieder etwas zu erden. Grübeln, Gedanken wälzen und nicht abschalten zu können sind Dinge, die das Gedankenkarussell sehr vieler Menschen plagt. Aber es leider auch so, dass wer Nachts genau aus diesen Gründen nicht schlafen kann, ist am nächsten Tag dann oftmals wie gerädert. Unkonzentriert, abgelenkt und man fühlt sich ein wenig so als wäre man die Nacht vorher in einem Moshpit auf einem Rock Konzert gelandet. Und dort bin ich selbst auch schon einige Male gewesen und kann euch sagen, dass beschreibt es ziemlich gut! Nur ohne die blauen Flecken. Auf Dauer gar nicht gut - das kann der eigenen Lebensqualität nämlich erheblich zusetzen. 

Klar gibt es logischerweise auch bestimmte Phasen in denen man natürlich mal angespannt, nervös, gestresst oder unruhig und ängstlich ist und genau aus diesen Gründen nicht ruhig schlafen kann. Beispielsweise eine anstehende Prüfungsphase, ein Trauerfall oder weitere Beispiele dieser Art. Aber was daran anders ist: Es sind abgrenzbare Ereignisse, denn sie finden ein Ende oder bedeuten einen Neuanfang. Das sind Phasen die unter Umständen sogar positive Seiten eines Menschen zum hervorscheinen bringen können. Das Problem von dem wir heute jedoch sprechen ist, dass es anders aussieht wenn es keinen klar definierten, bestimmten Grund für die Unruhezustände oder vielleicht sogar Angstzustände gibt. Jeder weiß, wenn man dauerhaft unter Strom steht - und das auch nach der Arbeit und zu Hause einfach nicht richtig zur Ruhe kommen kann, dann ist das nicht gut für Körper und auch für den Geist. Dadurch kann der Alltag eingeschränkt und die persönliche Lebensqualität beeinflusst werden. Denn auf anhaltende psychische Belastungen und einhergebender Schlaflosigkeit und Schlafmangel reagieren die meisten Menschen (logischerweise) mit Gereiztheit und entsprechender Empfindlichkeit. Schon kleinste Geräusche oder Aussagen können einen auf die Palme bringen. Nervöse Unruhe und diffuse Ängste sind einfach keine schöne Sache und man selbst fühlt sich einfach oft wie ein Getriebener und unter enormen Druck. Das ist nicht nur für einen selbst eine extreme Herausforderung und Belastung sondern natürlich auch für das persönliche Umfeld. In den schlimmsten Fällen isolieren sich die Betroffenen dann und ziehen sich zurück. Und dadurch können auch ganz schnell Depressionen entstehen. Und warum erzähle ich euch das jetzt ? Weil auch ich selbst immer mal wieder mit Depressionen zu kämpfen habe. Zwar in einer abgeschwächten Form und auch nur von kurzer Dauer - aber was schon einmal vorhanden ist, kann sich auf Dauer auch verschlimmern und in kürzeren Abständen auftreten. 


Die heutige Leistungsgesellschaft

Der erste und mitunter auch wichtigste Schritt ist, sich die eigene Unruhe und die Stresssymptomatik erst einmal selbst einzugestehen. Denn es handelt sich heutzutage nach wie vor um ein Tabuthema in unserer Gesellschaft Schwäche zu zeigen und zuzugeben. In der heutigen Zeit ist es doch leider so, dass nur der, der etwas leistet auch entsprechendes Ansehen und Respekt erhält und eine sozusagen gute soziale Stellung hat - so zumindest in der Vorstellung. Aber auch die Praxis zeigt das immer wieder. Für viele von uns bedeutet das mittlerweile ganz intuitiv, dass man Morgens der erste im Büro ist und Abends der letzte der nach Hause geht. Doch neben dem Berufsleben gibt es den Stress auch im Privatleben. Das ständige Streben Familie, Freunde, Hobbies, Haushalt, Partnerschaft etc unter einen Hut bringen zu wollen. Und dabei wird nicht gerade selten die zunehmende Anspannung verharmlost oder gar verdrängt. Hin und wieder ist mir auch schon untergekommen wie man zu Anfangs versucht sich irgendwie abzulenken und gewisse Situationen bewusst zu meiden, in denen man mit Stress oder Ängsten konfrontiert wird. Doch dieses System funktioniert einfach nicht auf Dauer und kann die Lage am Ende nur noch mehr verschärfen. 

Es gibt aber neben den offensichtlichen Symptomen wie Angespanntheit und Unruhe auch noch weitere Symptome die darauf hinweisen, dass man einen Gang zurück schalten sollte:

  • kreisende Gedanken
  • ständiges Grübeln
  • sich öfters Sorgen machen
  • Schwächegefühl
  • Müdigkeit und Benommenheit
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • regelmäßig & anhaltende Kopfschmerzen
  • Gereiztheit und Unausgeglichenheit
  • Verdauungsprobleme, Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel
  • Kälteschauer und Schweißausbrüche in unüblichen Situationen
  • Beklemmungsgefühle
  • spürbares Herzrasen
  • Tinnitus
Bei sehr vielen Menschen stehen auch diffuse Ängste im Fokus, die den eigenen Kopf nicht zur Ruhe kommen lassen. Man darf Angst per se aber auch nicht direkt als etwas schlechtes abstempeln. Den oftmals hilft sie uns Gefahren zu erkennen. Dies wurde dem Menschen von Klein auf bereits in die Wiege gelegt und ist auch ein ausgeklügeltes System um sich selbst nicht in Todesgefahr zu bringen und ist ein eigener Schutzmechanismus des Körpers. Wenn diese Angst jedoch in einer sehr ausgeprägten Form daher kommt und ohne wirklich gegebenen Anlass, kann hier hinter auch eine Angststörung stecken. Im Fall der nervösen Unruhe handelt es sich dann meist um generalisierte Ängste, also die ständige Angst und Sorge um die ganz alltäglichen Dinge. Das ist ein ganz klares Beispiel für eine klassische Überforderung in der aktuellen Lebenssituation. 

Es kann mehr dahinter stecken
Oben habe ich euch den ersten Schritt bereits erklärt: Dass man sich selbst die innere Unruhe eingesteht. Und wenn der erste Schritt getan ist, kann das bei einigen bereits ein kleines Gefühl der Entspannung bedeuten. Ganz gemäß so, als würde ein bisschen Last von den Schultern fallen. Bei starken körperlichen Beschwerden sollte dann aber unbedingt auch einmal das Aufsuchen eines Arztes in Erwägung gezogen werden. Schämt euch hier an dieser Stelle nicht. Ihr seid damit definitiv nicht alleine. Und es gibt genügend andere Dinge in uns drin, die einen Arztbesuch wert sind - nicht nur, wenn man eine Grippe hat die man auch "sehen" kann. Macht euch das stets bewusst. Der erste Ansprechpartner in dieser Situation ist erst einmal der Hausarzt, der kann einen dann gemäß der jeweiligen Situation auch an einen Facharzt überweisen. Wer einen Arzt jedoch (erst einmal) meiden möchte, was ich allerdings nicht zwingend empfehlen würde, für den gibt es auch ganz klassische Präparate aus dem OTC-Bereich die man einmal ausprobieren könnte. Präparate speziell bei nervöser Unruhe, Stress, Gedankenkreisen könnte zB sein:

  • Baldrian
  • Passionsblumenkraut
  • Hopfenzapfen
  • Johanniskraut
  • Melissenblätter
  • Lavendelöl

Aber ich empfehle dennoch sich erst einmal online ein bisschen über die genannten Produkte zu informieren oder auch einfach mal in der Apotheke vorbei zu schauen und sich beraten zu lassen. Ich zeige hier nur Möglichkeiten auf - bin selbst aber kein Arzt und möchte daher keine "nimm das und es wird dir besser gehen" - Empfehlungen aussprechen. Behaltet das bitte immer im Hinterkopf. Eigentlich ist es ja so: Wir Menschen würden gerne viel öfters einfach mal wieder richtig runterkommen, zur Ruhe kommen aber die Gedanken fahren einfach ständig Achterbahn. Das kann super nervig aber auch wahnsinnig belastend sein. Durch unsere oftmals negativen Gedanken halten wir auch unseren Körper unter dauerhafter Anspannung. Denn das ständige Nachdenken über zB Katastrophenszenarien oder zB das Weltgeschehen führt ganz automatisch dazu, dass sich unser Körper indirekt auf einen Angriff bereit macht, die Verteidigungshaltung einnimmt und sich für die Flucht bereit macht - und all das, obwohl man selbst sich doch eigentlich entspannen und zur Ruhe kommen wollte.

Die Folge daraus: Auch unser Körper ist unruhig und nicht nur der Kopf. Und dies wiederrum zeigt sich zB darin, dass wir nicht in einer Position (zB beim chillen auf der Couch) verharren können. Oder das bekannte "im Bett hin und her wälzen", wenn man doch eigentlich einschlafen möchte und das frustriert nach einer Weile einfach nur noch. Man spürt förmlich, dass man dringend mal wieder etwas Entspannung, Ruhe und auch Schlaf gebrauchen könnte. Es ist einfach ein ewiger Teufelskreis. Was also tun um das oftmals sinnloses Gedankenwirrwar und manchmal auch eingeredete Probleme zu unterbinden um endlich mal wieder etwas Ruhe bekommen zu können ? Ich habe mal 10 Tipps für euch parat die eine Zusammenstellung aus den hilfreichsten Methoden und Techniken sind, die man so finden kann. Das Beste vom Besten sozusagen. Aber behaltet im Hinterkopf, dass das nur Tipps und Ratschläge sind die helfen können und nicht all eure Probleme in Luft auflösen werden. 


10 Tipps um zur Ruhe zu kommen

Am besten man sucht sich 4-5 Tipps raus die zu einem selbst und der jeweiligen Situation gut passen und probiert das mal mehrere Tage am Stück aus. Einige Punkte sind besser für tagsüber geeignet und andere eher für Abends. Wie ihr diese jedoch in euren Tag integriert, ist natürlich ganz euch überlassen. Wenn eine Sache für euch vielleicht nicht ganz funktioniert, dann probiert es einfach mit einer anderen einmal aus. Bleibt dran, versucht es weiterhin und macht euch bewusst, dass ihr euch Zeit nehmen müsst. Zeit für euch, Zeit für eure Probleme und Zeit für Ruhe. Das ist nichts was mal so eben schnell, schnell nebenbei gemacht werden kann und schwups ist alles anders und besser. Also denkt dran: Immer schön mit der Ruhe.

01. Schreibe Gedanken auf
Ein sehr einfacher Punkt, der aber Wunder bewirken kann. Ich habe ja auch schon oftmals erwähnt, dass sich mein Blog über die Jahre immer mehr zu etwas entwickelt hat, dass mir die Möglichkeit gibt Dinge die mich beschäftigen niederzuschreiben und mir von der Seele zu schreiben. Ich habe diesen Punkt gleich als ersten genannt, weil er für mich auch am aller besten funktioniert. Schreiben ist und war für mich schon immer eine kleine, eigene Art der Seelentherapie. Es kann so befreiend sein, Probleme einfach aufzuschreiben. Dafür braucht man aber nicht zwingend einen Blog - wobei, das. wäre eigentlich eine gute Möglichkeit für jeden. Man muss einen Blog ja auch nicht öffentlich stellen. Man kann ihn ja im privaten führen und seinen Gedankengängen einen jeweiligen Post widmen und ihn wie eine Art Tagebuch führen. Aber man kann sich natürlich auch ganz klassisch einen Notizblock und Stift zur Hand nehmen. Oder man kauft sich einfach ein hübsches Büchlein und nutzt es als eine Art Tagebuch. Probiert es einfach mal aus eure Probleme aufzuschreiben und euch davon schriftlich zu befreien sozusagen. 

02. Ein Abendritual zulegen
Um gedanklich zur Ruhe kommen zu können, sind Abendrituale sehr hilfreich. Wessen Abendprogramm oftmals etwas chaotisch ist, sollte sich unbedingt beruhigende Rituale anschaffen. Und allen voran: rechtzeitig Feierabend machen, damit man diese auch einhalten kann. In der Arbeit dankt es einem niemand, wenn man Überstunden macht und dabei seine psychische Gesundheit auf Dauer zerstört. Ein Abendritual hilft einem nämlich dabei mit dem Tag abzuschließen und das kann einen Gedanklich oftmals besser zur Ruhe kommen lassen. Ein Abendritual könnte zB so aussehen: Gemeinsam mit dem Partner Abendessen kochen, in Ruhe Baden oder Duschen gehen, ein Buch lesen oder die Lieblingsserie schauen, vielleicht auch draußen noch eine Runde spazieren oder joggen gehen und frühzeitig zu Bett zu gehen um am nächsten Morgen ausgeschlafen und fit aufzuwachen. 

03. Denke an die schönen Dinge
Sich auf negatives und unschönes zu versteifen ist nie gut. Weder für unseren Kopf noch für unseren Körper. Dennoch sind es oft die negativen Dinge im Leben über die wir uns permanent den Kopf zerbrechen. Doch probiert es heute mal anders aus. Anstatt das Schlimme immer wieder durchzukauen denkt an das, was heute schönes passiert ist. Fragt euch einfach mal: Was war heute gut ? Was hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert ? Was war heute positiv ? Und das können auch ganz kleine Dinge sein: zB wenn ihr euch zur Abwechslung mal einen leckeren Kakao mit Marshmallows gemacht habt, dass es sonst nicht gibt. Oder die Verkäuferin beim Bäcker die heute ganz besonders freundlich war. Geht mit offenen Augen und Ohren durchs Leben und lasst euren Tag mal Revue passieren. Was war heute schön ? Lasst eure Gedanken einfach mal und das positive von heute schweifen und versucht das negative einfach in den Hintergrund zu schieben und auszublenden. Du kannst dir auch ganz einfach ein schönes Traumszenario ausmalen und daran denken wie schön dein letzter Urlaub war oder wo du gerne noch hinreisen möchtest und wie es dort wohl sein wird. Es gibt viele Möglichkeiten zu versuchen seine negative Gedanken in positive zu wandeln und sich auf das gute im Leben zu fokussieren. 

04. Nutze Entspannungsmethoden
Ich erwähne es immer wieder: Die Entspannungsübungen bzw Achtsamkeitsübungen. Ein bisschen Stretching und bewusstes Atmen kann kleine Wunder bewirken. Dafür braucht es nichts weiter außer ein paar Minuten Zeit. Ich mache jeden Morgen aus dem Bett heraus 5 Minuten Bewusstseinsübungen und stretche mich dabei. Ich kann so super gut in den Tag starten, bekomme dadurch den Kopf frei und kann unbeschwert in den Tag starten. Vor allem an Tagen an denen man nicht richtig aus dem Bett kommt und einfach gerne noch weiterschlafen möchte, ist diese direkte und bewusste Bewegung am Morgen wirklich super um in den Tag zu starten. Denn wer kann es sich schon erlauben sich einfach wieder umzudrehen und weiterzuschlafen ? Wohl eher die wenigsten von uns. Anstatt sich für 5 Minuten hin und her zu wälzen, den Wecker auf "schlummern" zu drücken einfach ein paar Dehnübungen. Klingt ein bisschen nervig ich weiß, aber wenn ihr das einige Wochen durchzieht geht das so in eure Routine über, dass ihr schon bald nicht mehr darauf verzichten werdet. Glaubt mir - das sind Worte eines kleinen Faulpelzes. Kann übrigens auch ganz wunderbar mit dem 2. Punkt kombiniert werden, der Punkt mit den Abendritualen. Denn diese Übungen funktionieren auch ganz wunderbar Abends vor dem zu Bett gehen um runter zu kommen und den Kopf etwas frei zu bekommen.

05. Tagesplanung am Vortag machen
Wer am Tag sehr viele Aufgaben und to dos hat und sich bereits am Vorabend den Kopf darüber zerbricht wie man das nur alles schaffen soll, dem kann ich nur raten sich schon am Vortag einen Plan zu erstellen. Ich selbst mache das ganz gerne gleich Wochenweise. Sonntag Abend nehme ich mir nämlich immer die Zeit und plane meine Woche durch. Ich schaue welche Aufgaben anstehen, was welche Deadline hat und verteile diese dann entsprechend über die Woche. So dass ich mir pro jeweiligem Wochentag nicht zu viel aufbürde und dann die Krise bekommen, dass ich nicht alles schaffen werde. Mir persönlich nimmt das viel Last von den Schultern wenn ich Sonntag Abend diesen Plan erstelle und meine Woche sozusagen im Griff habe. So muss ich keine Angst haben, dass irgendetwas hinten runter fällt weil die Zeit dann doch nicht mehr ausreicht und weiß was wann ansteht. So plane ich mir zB für die Woche auch ganz bestimmte Freizeiten und Auszeiten ein. Genauso wie Treffen mit Freunden etc. Ich weiß zwar, dass es nicht für Jedermann etwas ist, seine Woche zu tackten und zu planen aber ich kann hier nur aus persönlicher Erfahrung sprechen, dass mir ein Plan ganz viel Druck und Last von den Schultern nimmt. 

06. Bewegung 
Ein Punkt der immer wieder auftaucht, bei sämtlichen Tipps & Tricks. Aber das auch nicht ohne Grund. Denn viele von uns sitzen den ganzen Tag am Schreibtisch und zu Hause auf der Couch bis man dann ins Bett geht. Sehr viele von uns (mich eingeschlossen) schaffen die empfohlenen 10.000 Schritte pro Tag nicht einmal annähernd. Es ist daher so wichtig sich zu bewegen. Und damit ist nicht zwangsläufig immer Sport gemeint. Klar, Sport gehört zu einem bewussten und gesunden Lebensstil dazu - aber für viele ist es eine zusätzliche Belastungen wenn sie dran denken müssen auch noch Sport in ihren Alltag zu integrieren. Das kann stressen und das soll es nicht. Aber ein gemütlicher Spaziergang nach dem Abendessen könnte doch noch drin sein, oder ? Dabei könnt ihr gemütlich schlendern oder aber auch etwas schneller gehen. Das bleibt ganz euch überlassen. Wichtig dabei einerseits, das Ganze an der frischen Luft zu machen, denn die ist ebenso wichtig wie Bewegung und bekommt man im Büro-Mief auch eher selten zu Gesicht. Doch da die kalte Jahreszeit ansteht und sich viele bei Kälte nicht überwinden können nochmals rauszugehen: ihr könnt es auch mit einem Home Workout versuchen. Das wäre zwar dann doch wieder Sport - aber keiner zwingt euch ein Full Body Workout zu machen und das von vorne bis hinten durchzuhalten. Startet klein, startet so wie ihr möchtet und hört auf euren Körper. Überfordert euch nicht sondern macht das in eurem Tempo. Denkt aber dran, dass anstrengender Sport nicht zu nah am zu Bett geh Zeitpunkt liegt. Dazwischen sollten mindestens 3 Stunden liegen. Denn anstrengende Tätigkeiten wie zB Sport machen den Körper eher fit als müde. Ist so: Auch wenn ihr euch nach dem Sport fix und fertig fühlt - in euch drin sieht das ganz anders aus.

07. Gedankenstopp Methode
Ich bin online mal auf die Gedankenstopp-Methode gestoßen. Das fand ich so strange, dass es fast schon wieder irgendwie Sinn ergeben hat. Ich selbst nutze diese Methode zwar nicht, aber vielleicht wäre das für den ein oder anderen von euch hilfreich. Und zwar geht es bei der Gedankenstopp-Methode darum, dass sobald einem bewusst wird, dass man sich wieder das Hirn über eine blöde Sache zermartert oder in einem Gedankenkarussell feststeckt und man den Kopf nicht abstellen kann: dann soll man klatschen. Ganz simples klatschen, 1x ganz laut in die Hände. Dieses Klatschen soll einem selbst signalisieren "Stopp! Für heute ist jetzt Schluss damit. Damit beschäftige ich mich wann anders". Manche Gedanken und Gedankengänge sind vielleicht auch sehr hartnäckig und verfolgen einen über den Tag oder Abend verteilt, dann einfach diese Klatsch Methode jedes Mal wiederholen, wenn die Gedanken zurück kommen. Klingt weird oder ? Aber einen Versuch wäre es mal wert. Bei wem das funktioniert, lasst es mich unbedingt wissen. 


08. Musik hören
Habt ihr es schon einmal damit versucht euch Noisecancelling-Kopfhörer aufzusetzen und eure Lieblingsmusik anzuschmeißen ? So bekommt ihr von der Umwelt um euch herum nichts mit und der Kopf ist so damit beschäftigt Musik zu hören bzw zu verarbeiten, dass er gar keine Zeit hat sich blöde Gedanken zu machen. Ihr könnt das zB auch ganz einfach in euren Abend integrieren und zB beim Geschirrabspülen oder putzen nebenbei laufen lassen. Das sind nämlich zB bei mir die Tätigkeiten bei denen ich immer anfange wieder zu grübeln und nachzudenken und wenn man seinen Kopf mit Musik beschäftigt, dann hat meine seine Ruhe von anderen Dingen. Empfohlen wird immer ruhige oder klassische Musik. Aber ganz ehrlich: am besten hilft doch das, was man mag. Da kann von wild, bis laut, bis aufregend alles dabei sein. Hauptsache man kann mitsingen, kann. mit grooven und lenkt seinen Kopf von negativen Dingen ab. Gönnt euch Abends einfach mal ne kleine Musik Session mit Kopfhörern, tanzt durch die Bude und schwingt euren Booty. 

09. Gedanken genau beobachten
Wenn wir grübeln und in einem Gedankenkarussell feststecken, merken wir manchmal gar nicht so richtig, dass wir in dieser Gedankenschleife feststecken und lassen uns oftmals völlig von den eigenen Gedanken einnehmen. Manchmal sogar so sehr, dass wir alles um uns herum gar nicht mehr wahrnehmen. Gedanken einfach ab- bzw ausschalten geht schlecht, so funktioniert der Körper und der Kopf nicht. Es gibt keine "mute"-Taste und schon gar keinen "Off"-Schalter. Aber wir können lernen unser Verhalten und unsere Gedanken zu beobachten. Es ist okay seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wir können aber zu einer Art passivem Beobachter werden und die Gedanken zu lassen und sie geschehen lassen, aber dann nicht weiter verfolgen. Denn das ist es, was uns schlaflose Nächte raubt. Nicht die Gedanken selbst sondern die Gedanken die wir uns um unsere Gedanken machen und die sollten wir abstellen. Nicht immer alles hinterfragen, nicht immer den Kopf über Dinge zermartern die wir eh nicht ändern können. Nicht alle Aussagen bis ins kleinste Detail zu analysieren. 

10. Das Problem an der Wurzel beheben 
Verdrängung hat noch nie ein Problem gelöst. Es hilft vielleicht dabei ein Problem aufzuschieben aber nicht es zu klären oder gar zu beheben. Auch wenn all die Punkte 1-9 beherzigt und berücksichtigt, löst das nicht das Übel. Es gibt bestimmte Dinge über die wir uns den Kopf zerbrechen, die man manchmal vielleicht einfach auch angehen sollte. Nimm dir doch mal bewusst Zeit dafür dich mit deinem Problem auseinanderzusetzen. Und das nicht unbedingt Abends vor dem Einschlafen, sondern irgendwann Tagsüber wenn du ein paar freie Minuten Zeit hast. Schreibe dir vielleicht auf die du das Problem angehen kannst, wie eine Lösung dafür aussehen könnte und vielleicht auch wer dir dabei helfen könnte es zu lösen. Je nachdem was es ist kannst du auch mal online recherchieren was du brauchst oder machen kannst um einem Bereich Veränderung zu schaffen. Schiebe gewisse Dinge nicht vor dir her - dann das vertagt das Problem nur, löst es aber nicht. 


Beseitige deine Unruhe

Hinter jeder dauerhaften Anspannung steckt oftmals eine unbearbeitete Angst, Sorgen, Krisen oder andere Nöte. Eine Angst der man sich noch nicht oder noch nie gestellt hat. Vielleicht stellt man es sich aber auch schlimmer vor als es eigentlich ist und sollte die Dinge vielleicht auch einfach mal anpacken und sich ihnen stellen. Schließlich wächst  man mit seinen Aufgaben - sagt man doch zumindest so. Man kann oftmals auch einiges positives aus Dingen ziehen vor denen man Angst hat und hat oftmals auch einen Lerneffekt dabei. Eines ist jedoch Fakt: Wir können schlichtweg einfach nicht zur Ruhe kommen, ganz gleich ob beruflich oder privat, wenn wir überlastet sind. Wenn wir zu viel Stress haben oder mit gewissen Sachen oder Situationen einfach nicht weiterkommen. Das Problem als solches sollte daher nicht als der böse Feind angesehen werden, sondern eher als kleinen friendly reminder, dass das Leben eben nicht immer einfach ist, dass wir aus Aufgaben stellen müssen und daran wachsen können. Wir müssen uns vielmehr Gedanken darum machen, welche problematischen Einstellungen und Verhaltensweisen zu unserer eigenen Unruhe und Anspannung geführt haben und wie es diese dauerhaft zu lösen gilt. 

  • Lädst du dir zu viele Aufgaben auf die Schultern ?
Dann solltest du einmal überlegen ob und wie du etwas kürzertreten kannst. Wie du deine Verpflichtungen etwas reduzieren kannst und dich selbst als Mensch wieder als Prio 1 in deinem Leben machen kannst.

  • Hast du akut einfach zu viel zu tun ?
Dann hol dir Hilfe. Bitte deine Kollegen dir einen Papierstapel abzunehmen oder bitte deinen Partner um Mithilfe im Haushalt. Rufe deine Freundin an und bitte sie um ein offenes Ohr. Nimm Hilfe in Anspruch, das ist keine Schande. 

  • Hast du zu hohe Ansprüche an dich selbst ?
Darüber kann ich ganze Beiträge schreiben, denn das ist auch bei mir ein Dauerbrenner. Ich kann nur raten, dass man seine eigenen Ansprüche nicht auf 150% schrauben sollte. Es ist einfach schier unmöglich immer alles gnadenlos perfekt zu machen. Versuche deinen Perfektionismus auf ein gesundes Level zu bringen. Andernfalls wird es dir nie einfacherer fallen, deinen eigenen Ansprüchen zu genügen. 

  • Versuchst du alles zu kontrollieren ?
Wenn du versuchst alles und jedes zu kontrollieren, obwohl oftmals die Dinge nicht in deiner Hand liegen, dann wirst du wirklich lernen müssen deine eigenen Grenzen anzuerkennen und auch loszulassen. Es ist schier unmöglich alles zu kontrollieren. Außerdem ist es in den aller meisten Fällen auch gar nicht notwendig. 


Wie sieht es mit euren Gedankengängen so aus ?
Könnt ihr gut abschalten oder eher nicht ?



1 Kommentar on "Wenn sich der Kopf nicht ausschalten lässt… 10 Tipps um endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen"
  1. Kann dir in vielen Punkten zustimmen, das ist inzwischen echt schlimm, dass man fast schon ein schlechtes Gewissen hat, wenn man sich etwas gönnt. Tatsächlich ist es inzwischen in geworden, viel zu arbeiten, viel zu verdienen und viel zu konsumieren. Ob das so effektiv ist und man am Ende wirklich glücklich ist, weiß ich auch nicht.

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