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10 Dinge, die „normale“ Freunde ohne eigenen Blog häufig nicht verstehen und nachvollziehen können

15. Oktober 2020


Hey & Hallo!

Wann genau der Zeitpunkt gekommen ist an dem ich gemerkt habe, dass mein Leben nicht mehr ganz so "normal" ist wie früher noch, also vor dem Bloggen, weiß ich gar nicht so genau. Viele Dinge passieren mittlerweile wie von selbst. Das Handy wird in manchen Situationen wie in Trance heraus zur Hand genommen und meistens fällt es mir selbst dann erst auf, wenn mein Gegenüber mit den Augen rollt oder etwas sagt. Nicht jeder meiner Freunde und Bekannten supportet mich in dem was ich tue, da es bei allen noch nicht gleich angekommen ist. Nicht jeder versteht das genau was ich da so "im Internet mache", aber die meisten schon und helfen mir an jeder Ecke. Meine Eltern sind zB sehr supportive - mein Papa macht zB öfters Mal Bilder von mir, meine Mama erzählt mir von tollen Locations, mein Freund ist zwar öfters nur passiv am Start aber hilft auch hin und wieder mal aus und meine Freundinnen sind da schon mehr involviert. Sie erinnern mich sogar manchmal daran noch dies oder das zu machen oder beim Ausgehen noch schnell eine Story zu machen bevor Essen aufschnaboliert wird. Alles in allem kann ich mich sehr glücklich schätzen mit den Leuten um mich herum, denn ich weiß sehr genau, dass das nicht selbstverständlich ist. Denn im privaten kenne ich niemanden der das macht, was ich mache. Daher gibt es oftmals auch so einige Dinge, die meine Mitmenschen um mich herum nicht verstehen. Und dann werden ja auch noch die ganzen dummen Vorurteile über Blogger in den Rauf geworfen von den Menschen die das nicht so ganz verstehen. Ich habe mal 10 Dinge für euch gesammelt, die mir immer ganz besonders auffallen bei Menschen die mit der Blogger Welt nichts zu tun haben. Denn manchmal plaudere ich auch einfach aus dem Nähkästchen oder mache Dinge bei denen sich drei Fragezeichen über den Köpfen meiner Mitmenschen bilden. 



10 Dinge, die „normale“ Freunde ohne eigenen Blog häufig nicht verstehen und nachvollziehen können


01. Beim Essengehen muss das bestellte Essen erst einmal ordentlich auf dem Tisch platziert werden, damit das perfekte Food Flatlay geschossen werden kann. Das kann schon manchmal etwas dauern, bis man den richtigen Lichteinfall und das richtige Arrangement gefunden hat, damit alles gut aussieht. Ob das Essen zwischenzeitlich etwas kalt wird, ist für einen Blogger hierbei gänzlich unwichtig. An dieser Stelle einmal probs an meine Beste, die mich nicht nur immer dran erinnert "möchtest du nicht noch ein Bild machen ?", sondern schon selbstständig dabei hilft die Teller schön auf dem Tisch zu ordnen. Ich liebe sie dafür, komme mir aber nicht selten total dämlich dabei vor. Haha. 


02. Blogger sind tiefenentspannt was das Boarding am Flughafen betrifft. Gut in 2020 bin ich bisher nur 1x geflogen (was mir echt schwer gefallen ist), aber Corona hat uns alle eingeschränkt. Aber im Regelfall fliege ich dank meiner Tätigkeit als Blogger mehrmals im Jahr hin und her. Und ich komme am Flughafen meist erst 20 Minuten vor Boarding an und mir reicht die Zeit mehr als aus. Ich bin da mittlerweile so routiniert und weiß genau wie der Hase läuft und wie viel Zeit man für etwas benötigt. Klar ausnahmen bestätigen die Regel aber ich hatte noch nie ein Problem mit meinem Ankunftszeiten wenn es um Flüge geht. Besonders stark ist es mir letztes Jahr im September aufgefallen, als mein Freund und ich mit bekannten verreist sind. Ich wurde gefragt wann wir am Flughafen sein wollen und natürlich habe ich meine üblichen 20 Minuten vorher erwähnt und sogar noch auf 30 Minuten erhöht. Ende vom Lied unsere Bekannten haben einen halben Herzinfarkt bekommen und ich habe nachgegeben und wir waren gemäß dem Wunsch unserer bekannten 2,5 Stunden vorher da. Und wisst ihr was: natürlich hätten wir nur 20 Minuten gebraucht und sind dann über 2 Stunden am Flughafen rumgehockt und haben gewartet. Ich kenn das Spiel einfach mittlerweile zu gut. 


03. Meine Arbeitstage gehen nicht von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr. Meine Arbeitstage sind eher von Montag bis Sonntag 6 Uhr bis 20 Uhr. Ich achte seit diesem Jahr zwar verstärkt darauf mir am Wochenende etwas Freizeit zunehmen, aber als Blogger ist man dennoch einfach dazu verdammt gefühlt 24/7 etwas zu machen. Hier noch schnell einen Text korrigieren, hier noch schnell ein Bild bearbeiten usw. Es gibt theoretisch immer etwas zu tun und auch kleine Aufgaben sind theoretisch Arbeitsaufgaben die einem in seiner Freizeit dann entsprechende Zeit rauben. Es ist nicht immer ganz einfach sich an einigermaßen feste Arbeitszeiten zu halten, aber ich versuche es stets. Aber genauso ist es auch mit privaten Terminen, denn aufgrund meiner Tätigkeit als Blogger bin ich mittlerweile eher seltener spontan. So im Gegensatz zu früher. Das ist einfach dem geschuldet, dass ich wirklich viel zu tun habe in der Woche und dies auch alles irgendwann umgesetzt werden muss. Ich richtige mir stets einen Wochenplan her und wann welche Aufgaben zu erledigen sind. Ein spontaner "komm gehen wir Kaffeetrinken" Satz löst in mir eher ein "oh Gott Hilfe" aus. Zwar sehr schade, aber private Termine muss ich mir mittlerweile tatsächlich fest einplanen und meine Arbeit um diesen Termin drum herum legen. Wissen die meisten aber mittlerweile schon und haben Verständnis dafür und fragen frühzeitig nach. 



04. Manchmal wenn das Gesprächsthema  mit Bekannten um den Blog geht, dann haue ich Kürzel, Fachbegriffe etc raus über die ich gar nicht richtig nachdenke. Dass der "Normale" mit SEO, OOTD oder Affiliate Links nichts anfangen kann ist ja eigentlich klar. Für mich, die sich damit jeden Tag beschäftigt, allerdings nicht und es kommt nicht selten vor, dass ich fragende Blicke und ein "bitte was ?" ernte. Ich erkläre das zwar dann sehr gerne, aber so richtig verstanden wurde das bei einigen Begrifflichkeiten dann doch nicht. So habe ich zumindest das Gefühl. Aber das ist auch gar nicht schlimm, denn jemand der nichts mit SEO zu tun hat muss das auch nicht im Detail verstanden haben. Aber auch die "Sprachbarriere" kommt manchmal bei mir und Freundinnen zum Vorschein. Denn ich habe das Gefühl, dass mein Denglisch (Mix von Deutsch und Englisch) durch das Bloggen und vor allem durch die Zeit auf Instagram viel schlimmer geworden ist, als es früher noch war. Ich ersetze wirklich viele Wörter im normalen Sprachgebraucht durchs Englische. Und obwohl die meisten mit denen ich zu tun habe Englisch mehr oder weniger verstehen, tun sich dann doch öfters Mal die Fragezeichen auf und es wird nicht ganz verstanden was ich jetzt genau sagen will mit "das war voll random". 


05. Instagram Stories. Eine Sache für sich. Mit dem Handy vor dem Gesicht durch die Gegend laufen und dabei aussehen als würde man selbstverliebt sein Äußeres checken und dabei noch mit sich selbst reden. Hach ja. Das löst bei allem bei Fremden auf der Straße einen komischen Blick aus. Aber das ist mir schon lange egal. Es gibt zwar nach wie vor Situationen die auch mir peinlich sind, nein sagen wir mal unangenehm, denn peinlich sind sie mir nicht. Aber grundsätzlich habe ich damit kein Problem. Früher war es mir unangenehm vor Freunden oder der Familie für eine Story in die Kamera zu sprechen, doch das hat mit der Zeit total nachgelassen und ich habe damit gar kein Problem mehr. In der Küche meiner Mama wenn sie kocht, im Auto wenn mein Papa fährt oder wann auch immer. Das habe ich schon längst abgelegt und immerhin wissen sie genau was ich da mache und fragen daher gar nicht nach. Sie sehen es sich dann einfach selbst auf Instagram in meiner Story an, haha. 


06. Auch wenn das nicht bei jedem so ist, aber mir persönlich ist mein Feed auf Instagram sehr wichtig. Und zwar so wichtig, dass ich meine Bilder die ich posten möchte vorplane. Mir ist es wichtig, dass die Bilder zusammen passen und ein einheitliches Bild ergeben. Deshalb habe ich eine entsprechende App in der ich Bilder ordnen und verschieben kann und somit genau sehen kann, wie mein Feed dann aussehen würde. Wenn mir jemand anderes bei einem Bild hilft und ich das ich das erst 1-2 Wochen später poste bekomme ich zwischenzeitlich öfters Mal die Frage "hat dir nichts gefallen, du hast noch nichts gepostet". Ich erkläre dann öfters mal dass ich meinen Feed meist ca. 1 Woche vorplane, damit die Bilder zusammen passen und dafür ernte ich dann immer fragende Blicke. Die meisten verstehen das nicht so ganz, warum man ein Bild nicht einfach postet, sondern es plant. Bei vielen läuft das sicherlich spontaner ab, bei mir jedoch nicht. 


07. Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Das bearbeiten von Instagram Bildern. Ich habe 2 Lightroom Filter die ich mir selbst erstellt habe und für alle meine Bilder im Feed verwende. Manchmal werden Fotos geshootet die mir zwar grundsätzlich gefallen aber im Endeffekt mir dann mit meinen Filtern nicht gefallen. Zwar lässt sich alles entsprechend anpassen und bearbeiten aber wenn das dann farblich am Ende nicht in meinen Feed passt, dann muss ich manche noch so tollen Bilder einfach sein lassen und sie werden nicht gepostet. Ich bearbeite meine Bilder manchmal 20-30 Minuten am Stück und bin am Ende oftmals doch nicht zu Frieden. Das ist aber dann auch nur meinem eigenen Anspruch geschuldet und nicht die Schuld der Person die fotografiert hat. Dennoch eine Sache die Freunde dann oftmals nicht verstehen. 



08. Der eigenen Klamotten Stil ist auch so eine Sache die meine Freunde oftmals nicht verstehen. Ich bin absolut keine Fashion Queen, das wisst ihr. Ich trage eher Basic Teile, weil ich persönlich das einfach gerne mag und habe nur sehr wenige ausgefallene Teile in meinem Schrank. Doch auch bei mir befinden sich diese "special Sachen". Darunter zB ziemlich ausladende Felljacken (natürlich kein echtes Fell!), besondere Overknee Stiefel und sehr ausgefallene Accessoires. Auch wenn ich stets darauf achte meinen Kleiderschrank übersichtlich zu halten und nur Dinge zu kaufen die ich auch wirklich mag, habe ich dennoch das ein oder andere Foto-Kleidungsstück. Sachen die auf Fotos cool aussehen aber im Alltag eher nicht meins wären. Und immer dann wenn ein Shooting ansteht und ich mit besonderen Teilen ankomme, sehe ich schon die aufgerissenen und skeptischen Blicke was das jetzt für ein Look sein soll. Aber hey, all for the gram you know. 


09. Und passend zum vorherigen Punkt: Das shooten in der Öffentlichkeit. Wenn ich mit Kolleginnen unterwegs bin, die das gleiche wie ich mache ist das gar kein Problem. Da wird sich nur auf das Fotografieren fokussiert und alles drum herum ausgeblendet. Doch wenn mal mein Freund oder Freundinnen beim Fotos machen aushelfen, dann kann das schon mega anstrengend werden. Menschen gucken einfach wenn da jemand steht, posiert und Fotos von sich machen lässt. Ist einfach so und muss man akzeptieren. Mir persönlich ist das schon ganz lang total egal. Dann sollen sie halt gucken, interessiert mich nicht. Doch die Personen die das Foto machen sind dann meistens peinlich berührt, wissen nicht mehr wohin mit sich, hören plötzlich auf Fotos zu machen und ihnen ist es peinlich weil da gerade Personen zuschauen. Das ist für mich dann immer etwas anstrengend, weil das Shooting dann abrupt abgebrochen wird und ich nicht weiß, ob da jetzt schon was dabei war. Ich höre dann öfters ein "jetzt komm wir gehen" und das belastet mich dann immer sehr weil ich mir denke, das ist nicht der Sinn der Sache dann hätten wir uns das alles auch sparen können. 


10. Und damit einhergehend: Wenn man sich zum shooten verabredet - egal ob mit Kolleginnen oder mir privaten Freunden. Ich bin jemand, ich habe dann stets ca. 4 Outfits am Start die ich vorher entsprechend durchgeplant habe. Da wird dann vorher geguckt: welche Hose zu welchem Shirt und welche Schuhe passen dazu. Das Umziehen auf der Straße gehört da folglich einfach mit dazu und bin ich mittlerweile schon gewohnt. Und es löst nicht selten einen kleinen Lacher aus, wenn ich mit einem Rucksack oder einer riesigen Tasche ankomme in der sich verschiedene Outfits inklusive verschiedener Accessoires und verschiedener Schuhe befinden - auch das Umziehen auf der Straße ist für meine "normalen" Freunde eine Sache die für staunen sorgt. Und nicht selten höre ich "das würde ich mich ja nie trauen". Aber das gehört einfach mit dazu, wenn man mehrere Outfits shooten möchte und hey, ich ziehe mich stets so an, dass ich ein Basic Top etc drunter trage, damit man beim umziehen auch nichts sieht. Aber das Umziehen als Tatsache ist für viele einfach nicht ganz nachvollziehbar.



Kennt ihr einige dieser Punkte vielleicht auch ?

Was fällt euch noch so auf wenn es darum geht ?



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