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Los Angeles! Meine USA Reise - Second Stop: LA - Zwischen Wutausbruch und Heulkrampf & was man innerhalb von nur 4 Stunden machen kann

15. Juni 2020

Hey & Hallo!
Oh wow, es ist einfach unfassbar wie lange dieser Beitrag auf sich warten hat lassen. Mein USA-Roadtrip war immerhin schon im September/Oktober 2019. Ist jetzt nahezu schon ein gutes 3/4 Jahr her und bis auf meinen Blogpost zu New York und dem Roadtrip an der Westküste im Allgemeinen sind die anderen geplanten Posts zu Los Angeles, Las Vegas und San Francisco immer noch nicht online gegangene. An dieser Stelle erst einmal ein riesen großes Sorry. Diese Beiträge nehmen extrem viel Zeit in Anspruch und irgendwie habe ich das immer wieder nach hinten geschoben und schwupps sind die Monate ins Land gezogen. Aber ich nehme die restlichen Beiträge jetzt auf jeden Fall noch in Angriff. Zum einen weil das Reisen in 2020 ja eher nicht so am Start sein wird und zum anderen, da ich einfach die Beiträge noch sehr gerne mit euch teilen möchte, ist ja klar. Also starten wir heute endlich mal ins Game mit dem Los Angeles Beitrag, denn nach Reiseplan war das der nächste Stopp nach New York und somit auch der erste Stopp bzw Start an der US-Westküste den wir angetreten hatten. LA war für mich schon immer, seit ich glaube ich 12 Jahre alt bin, mein absolutes Wunsch-Reiseziel. Und ich werde auf jeden Fall noch einmal wieder kommen, denn ich hatte ungelogen insgesamt nur 4 Stunden Zeit mir LA anzuschauen. Los Angeles hat für mich einfach schon immer so viel ausgestrahlt, nicht nur weil es Knotenpunkt in so ziemlich alles Serien und Filmen ist und die reichen und schönen hier leben, sondern einfach generell. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber es war immer schon ein absoluter Herzenswunsch von mir Los Angeles zu sehen. Umso trauriger war ich letztlich natürlich, dass ich insgesamt nur knapp 4 Stunden Zeit hatte um mir meine Traumstadt, die ich seit 18 Jahren besuchen wollte, anzusehen.


Disclaimer: In dem oben verlinkten Blogpost zur Roadtrip habe ich euch alles rund um die Reise, die Hintergründe, die Kosten, die einzelnen Stopps etc. erzählt. Da wir eine vorgefertigte Reise eines Reiseveranstalters gebucht hatten, hatten wir selbst keinen Einfluss darauf wie lange wir an welchem Ort sind und vor allem hatten wir keinen Einfluss darauf wo wir übernachten.

Wir sind von New York mit einem Inlandsflug direkt nach Los Angeles geflogen. Und ich war den ganzen Flug über schon total nervös. Der Flug selbst hat 6 Stunden gedauert und ich war so zappelig, da ich es einfach nicht abwarten konnte, bis wir endlich landen. Ich war mega aufgeregt und habe ständig die Uhr beobachtet - als ob das etwas bringen würde. Von Stunde zu Stunde in der Luft habe ich mehr Panik bekommen, da die Zeit in LA selbst einfach immer knapper wurde. Bis wir letztlich gelandet sind, ist so einige Zeit ins Land gegangen. Und dann mussten wir auch noch ewig auf unsere Koffer warten. Ich sag euch, ich war ein einziges nervliches Frack an diesem Tag. Es ging mir einfach nichts schnell genug und dementsprechend zickig und genervt war ich auch. Die Koffer dauerten wirklich wahnsinnig lang und wir mussten insgesamt auch noch eine Stunde warten bis wir die in Empfang nehmen konnten. Erster Stopp nach dem Flughafen war dann natürlich erst einmal die Mietwagen Filiale. Denn schließlich stand uns ein Roadtrip durch die Westküste bevor und wir mussten erst einmal unseren Mietwagen abholen. Und ich sag euch, es war wie verhext an diesem Tag.


Es standen unfassbar viele Menschen in der Schlange um ebenfalls einen Mietwagen abzuholen. Eine ganze Stunde standen wir also nur in der Warteschlange - wow, das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Wir hatten also bereits eine Stunde verloren bis wir unsere Koffer hatten, haben eine halbe Stunde gebraucht um zur Mietwagen Filiale zu kommen und standen dort eine weitere Stunde in der Warteschlange. Okay - LA Sightseeing Stand: -2,5 Stunden. Na prima! Mich hatte das immer mehr nervös gemacht und als wir unseren Mietwagen endlich in Empfang nehmen konnten hatten wir festgestellt, dass der Kofferraum hinüber war. Er hat sich einfach nicht öffnen lassen. Es ging nicht, technischer Defekt oder was auch immer. Heißt, wir haben weiterhin "rumgetrödelt" bis wir letztlich einen anderen Wagen zugeteilt bekommen haben. Wow! War echt der absolute Knüller.

Okay, irgendwann waren wir dann endlich abfahrbereit und vom Flughafen zu dem Schrott Hotel in dem wir untergebracht waren, lag ebenso nochmals eine riesige Strecke. Laut Plan mussten wir dort auch bis zu einer gewissen Uhrzeit einchecken - heißt, wir mussten also direkt vom Mietwagen Verleih zu unserer Unterkunft fahren und konnten nicht direkt nach LA Downtown. Ich sags euch, bis wir in dem Hotel/Motel/Schrottbude, was auch auch immer, waren hat es ewig gedauert und bis wir dann eingecheckt etc haben und wieder losfahren konnten waren insgesamt weitere 2 Stunden vergangen. Wir sind also bei einem LA Sightseeing Stand von -4,5 Stunden. Danke für nichts. Unser Zimmer in dem Motel habe ich mir nur flüchtig angesehen aber direkt festgestellt, dass das sowas von gar nicht geht. Auf der Tagesdecke am Bett waren Blutflecken und Haare! Ungelogen. Aber das Bettzeug selbst war okay, deswegen wollte ich kein Fass aufmachen und hab die Tagesdecke einfach in eine Ecke geschmissen. Dass das noch "das schönste" Motel im Westen sein wird, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht, haha. Bei dem Motel hatte es sich um eine Arbeiter-Absteige gehandelt. Also so ein typisches Ding in dem zB Handwerker auf der Durchreise einfach nur übernachten. Hat man auch direkt am mexikanischen Klientel am Parkplatz gesehen. No shade, war nur eine Feststellung. Immerhin war das Badezimmer sauber und ich wollte letztlich ja einfach nur noch los. Habe mich also kurz frisch gemacht, wirklich kurz, und dann konnten wir endlich los fahren.


Nachdem unser Motel am ADW lag und schon garnicht mehr zum Ort "Los Angeles" gezählt hatte, könnt ihr euch vorstellen, dass wir natürlich auch noch einmal einige Fahrzeit vor uns hatten um in die Stadt zu kommen. Und dann: finally! Wir sind angekommen. Wir haben irgendwo in einer Seitenstraße zum Walk of Fame geparkt und sind dann zu Fuß losgezogen. Ich hatte mir für LA ein extra Kleid eingepackt, welches ich für LA-würdig betrachtet hatte (siehe Bild über diesem Absatz - kein hübsches Bild, aber da ist das Kleid gut zu sehen). Dass es aber mega windig und eigentlich ziemlich kalt war an dem Tag, habe ich vollkommen außer acht gelassen. Das war mein LA-Kleid und das musste und wollte ich einfach anziehen. Kann das jemand verstehen ? Oder bin nur ich so crazy im Kopf ?

Wir sind also losgedackelt, haben uns die Sterne am Boden angesehen und das ein oder andere Highlight entdeckt, haben in einigen süßen Shops & Boutiquen halt gemacht und dann wollte ich unbedingt zu Starbucks einen Kaffee holen. Kaum in LA angekommen, braucht ich eine Pause. Der Tag war so unfassbar anstrengend. Wir mussten früh Morgens aufstehen in New York, der Flug selbst war wegen meiner Nervosität so anstrengend, dann das Koffer holen, Auto holen, zum Motel fahren und zurück in die Stadt hat mir irgendwie schon sämtliche Kraft gekostet. Und dann kam ja auch noch die Zeitverschiebung hinzu. Und da ich zuvor auch in New York lieber auf Achse sein wollte und nahezu kaum geschlafen hatte, hat mich das nun ausgerechnet in LA wieder eingeholt. Wir waren also kaum in Downtown LA und es hat mich ordentlich zusammengestaucht. Ich habe also dringend einen sehr starken Kaffee gebraucht um ein bisschen Energie zu tanken.


Also sind wir ab in den nächsten Starbucks, haben Kaffee und noch einen Birthday Cupcake für mich geholt und dann ging es weiter. Wir standen dann erst einmal absolut planlos am Straßenrand und wussten nicht was wir machen sollten. Meine LA-To Do Liste war so unfassbar lang und wir haben zu dem Zeitpunkt realisiert, dass wir höchst wahrscheinlich nicht mal 2 Sachen davon schaffen werden. Ich war körperlich am Ende, war unfassbar müde, ausgelaugt und mega enttäuscht, denn ich war endlich in meiner absoluten Traumstadt und die Sonne hat bereits angefangen unterzugehen. Ich sags euch: Ich war gefangen zwischen einem Wutausbruch und einem Heulkrampf. Haha. Klingt jetzt vielleicht etwas witzig, aber für mich war das in dem Moment echt hart. Mein Freund wusste schon gar nicht mehr was er mit mir machen soll und hat schon gar nichts mehr gesagt, weil ich ihn sowieso wegen jedem Satz angeschnauzt habe. Das tat mir im Nachgang sooo leid, da er nur versucht hatte es mir recht zu machen, aber den Tag würde ich im Nachhinein echt gerne aus dem Gedächtnis löschen - zumindest was mein persönliches Verhalten angeht. Es hat ja schon an ein Wunder gegrenzt, dass mich mein Freund nicht einfach auf der Straße hat stehen lassen und selbst losgezogen ist. Ich war wirklich eine Furie an dem Tag, weil ich einfach so krass angespannt war. Normalerweise bin ich absolut nicht so, aber das war eine absolute Ausnahmesituation für mich.


Die einzig logische Konsequenz für mich war dann, dass wir uns in einen Hop On - Hop Off Bus setzen und eine Stadtrundfahrt machen. Wie gesagt, die Sonne hat bereits angefangen unter zu gehen und einfach um das meiste einfangen zu können, war das das einzig logische für mich. Wir sind also zum nächsten Bus Stand gewatschelt und haben erst einmal einen halben Schlaganfall bekommen als wir die Preise für die 2-Stunden Tour erfahren haben. Der Preis war fast doppelt so teuer wie in New York, krasse Sache. Nach einem erneuten kurzen Flip Out haben wir den Preis dann aber einfach bezahlt und haben uns in die letzte (!) Tour des Tages gesetzt. Ging Gott sei Dank auch schon innerhalb weniger Minuten los. Heißt, hätten wir bei Starbucks etwas mehr Zeit verbummelt, dann hätten wir nicht einmal mehr eine Bus Tour machen können. Aber in dem Fall hatten wir dann Glück und haben uns 2 Stunden oben in einen Doppeldecker Bus gesetzt und uns Downtown LA angesehen. Am liebsten hätte ich die andere Tour gemacht in der Venice Beach, Santa Barbara und Santa Monica dabei gewesen wäre, aber die Tour war für den Tag bereits beendet also blieb uns "nur" Downtown LA. Und naja, Downtown LA ist ehrlich gesagt jetzt nicht all zu spannend. Denn das Highlife findet hier einfach eben nicht statt. Ich wusste bereits, dass Downtown jetzt nicht so geil ist - aber besser als nichts in dem Moment.

Schon nach ca einer halben Stunde im Bus wurde es dunkel. Ich konnte also nicht mal mehr richtig Fotos machen. Wir sind auf das Hollywood Sign zugefahren mit dem Bus - aber ich habe es nicht gesehen. Keine Ahnung aber ich habe es einfach nicht gesehen. Ich war so pissed nach einer Zeit, dass ich in diesem Bus festsitze, die Sonne bereits untergangen war, es unfassbar windig und arsch kalt war, ich mir den Hintern abgefrorenen habe, meine Gänsehaut hätte jeden Wettbewerb gewonnen und ich habe einfach das f*cking Hollywood Sign nicht in live gesehen. Ich habe mir schon immer gewünscht einmal "davor" zu stehen und es live sehen zu können. Und am liebsten hätte ich auch eine Hiking Tour gemacht und wäre zum Sign hochgewandert... ich saß da also im Bus und habe mir einfach nur gedacht "I hate my life". Ich war also in meiner absoluten Traum Stadt und habe einfach nichts sehen, erleben oder machen können. Irgendwann war ich an dem Punkt an dem ich einfach nur noch aus dem Bus raus wollte.


Nachdem die Tour vorbei war, wollten wir dann endlich mal etwas Essen. Denn bis auf ein paar Snacks über den Tag verteilt, hatten wir noch nichts richtiges gegessen. Wir haben allerdings nirgends etwas gefunden. Wir sind die Straßen auf und ab gelaufen und entweder waren die Preise so unfassbar hoch, dass wir uns das nicht geben wollen oder es war schlichtweg einfach kein freier Platz da. Ich habe beschlossen mein Projekt Los Angeles an dieser Stelle abzubrechen und wir sind zurück zum Auto und zurück zu unserem Motel gefahren. In der Straße in der unser Motel war, gab es auch einen Walmart den wir bereits bei der Ankunft entdeckt haben. Kurz bevor der. Walmart geschlossen hat, sind wir also noch kurz reingelaufen und haben uns etwas zu Essen geholt. Kurz darauf wurden wir dann auch bereits rausgeschmissen und wir haben das Essen mitgenommen und in unserem Motel gegessen. Das war ein "würdiger" Abschluss für den Tag und hat einfach das komplette Feeling nochmals perfekt unterstrichen.

Nach dem Essen waren wir dann noch etwas vor der Tür unseres Zimmers (Erdgeschoss) unterwegs. Sind ein bisschen über den Parkplatz geschlendert, haben die riesigen Kakerlaken beobachtet die es dort in einer Vielzahl gab und haben einfach über den furchtbaren Tag gequatscht. Also für diese Gegend und dieses Motel durfte man definitiv nicht empfindlich sein was Krabbelviecher angeht. Ich persönlich habe nichts gegen Kakerlaken - ich habe nur eine absolute Spinnenphobie. Aber so lange es sich nicht um eine Spinne handelt, sind mir andere Viecher eigentlich "egal". Nachdem wir aber dann ein paar komische Sachen auf dem Parkplatz beobachtet hatten - ich glaube da wurde Meth und Gras vertickt, sah zumindest so aus, haben wir uns dann doch entschlossen dass es wohl besser wäre jetzt wieder in unser Zimmer zu gehen. Die Nacht im Motel war erschreckenderweise ziemlich in Ordnung. Ich glaub ich war einfach nur so am Arsch, dass ich gar nichts mehr mitbekommen habe und einfach durchgepennt habe.


Neuer Tag, neues Glück. Wir hatten ja einen Roadtrip gebucht und für den neuen Tag stand Laughlin als neues und nächstes Ziel auf unserem Plan. Von Los Angeles aus waren das in etwa 450km bis dort hin. Heißt, wir haben eine sehr große und weite Strecke für den Tag noch vor uns gehabt. Das war ausgerechnet auch die weiteste und größte Strecke auf dem gesamten Roadtrip. Aber das war mir vollkommen egal. Laughlin war mir vollkommen egal. Ich war noch in LA, zumindest in der Nähe davon, und wollte unbedingt noch etwas sehen. Wir sind also Morgens nach dem Auschecken dann quer durch die Stadt nach Venice Beach gefahren. War mir vollkommen egal, dass wir eine Stunde im Stau standen und danach auch alles wieder zurück mussten um nach Laughlin zu fahren. Venice Beach wollte ich mir nicht entgehen lassen, also ging es straight nach dem Aufstehen dort hin. Und ich habe es geliebt. Es war so unfassbar schön am Venice Beach und ich habe die knapp 1,5 Stunden dort sowas von genoßen und wäre am liebsten gar nicht mehr weg. Venice Beach war für mich also ein absolut toller und auch erfolgreicher Abschluss. Ich bin wirklich heulend von dort weggefahren. Einfach enttäuscht, dass ich LA nicht sehen konnte,  dass ich nichts machen konnte und nur so wenig gesehen habe. Ich war wirklich für knapp 2 Stunden am Boden zerstört bis ich mich wieder gefangen habe und mir selbst gesagt habe, dass es halb so schlimm ist. Immerhin weiß ich jetzt wie es dort grob aussieht und dass ich auf jeden Fall noch einmal wieder kommen werde um mir alles anzusehen, was ich dieses Mal nicht geschafft habe. Tja, ich glaube das war jetzt mal ein Travel Bericht der anderen Art. Aber ich habe nun einfach mal meine Gefühle offen und ehrlich mit euch geteilt, habe nichts verschönt und euch eben so erzählt wie es wirklich wahr. Auch so kann es auf einer Reise ablaufen, denn es ist nicht immer alles Gold was glänzt.



ELLA MARIA
Wart ihr schon einmal in LA ?
Wohin würdet ihr gerne als nächstes Reisen ?


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