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Innere Zufriedenheit vs. Social Media - Ein Vergleich der drastischer nicht sein könnte und mehr Aufmerksamkeit benötigt

22. Juni 2020

Hey & Hallo!
Es gibt Tage und manchmal auch Wochen, da schmeiße ich mein Handy einfach in die Ecke und ignoriere Instagram komplett. Ich öffne die App mehrere Tage nicht mehr und habe einfach die Schnauze voll. Ihr wisst, ich habe mich mit Social Media als Content Creator teilselbstständig gemacht und es ist ein fester Teil meines Jobs geworden. Und dennoch kotzt mich diese App manchmal so sehr an, dass ich einfach nichts mehr davon hören und sehen will. Ich bin wirklich dankbar für alles was ich habe. Ich bin dankbar für meine Familie, meine Freunde, meinen Partner, ich bin dankbar ein Dach über dem Kopf zu haben und Dankbar dafür, dass mein Kühlschrank gefüllt ist. Doch vor einigen Jahren habe ich mir über genau diese Dinge noch überhaupt keine Gedanken gemacht.

Früher war es mir viel wichtiger, was andere von mir denken. Was Social Media von mir denkt und wie ich mich im Internet und auch anderen gegenüber präsentiere. Ich wollte genauso sein wie die großen, bekannten YouTuber, die großen Instagramer und habe ihnen früher richtig nachgeeifert. Ohne einen Hauch von Ahnung was ich da eigentlich tue, habe ich es ihnen "nachgemacht". Ich habe mich viele Jahre aufgeopfert, habe zum Teil (und ich erzähle keinen scheiß) rund 18-20 Stunden pro Tag gearbeitet. Ich hatte ja auch noch einen Vollzeitjob damals für den ich knapp 10 Stunden am Tag gebuckelt habe und nach der Arbeit habe ich für mein Social Media Business gebuckelt und das ist ebenso ein Vollzeitjob weshalb ich da also nochmal 8-10 Stunden Arbeit reinstecken musste. Ich wollte etwas erreichen, ich wollte etwas großes. Was das aber eigentlich war, wusste ich auch nicht so genau. In den ersten Jahren meiner Social Media Zeiten habe ich täglich Blogposts hochgeladen, habe anschließend mehrmals die Woche ein YouTube Video veröffentlicht und und und. Ich habe mich schlichtweg aufgearbeitet bis ich endlich an den Punkt gekommen bin, an dem ich meinen eigenen Drive gefunden habe.

Diesen Drive habe ich allerdings auch nur gefunden, da ich schmerzlich feststellen musste, dass es gesundheitlich so nicht weiter gehen kann und einige gravierende Dinge in meinem Leben passiert sind. Danach habe ich die Reißleine gezogen und habe mich um 180°gedreht und mache seit dem alles anders. Und siehe da, es funktioniert in der Tat sogar besser als je zuvor. Wer hätte das gedacht ? Ich war viele Jahre zu verklemmt, zu stur und habe etwas nachgeeifert, das schließlich einfach nicht ich war. Versteht mich nicht falsch. Alles was ich auf den sozialen Plattformen tue und mache, habe ich stets aus einer Leidenschaft und aus Liebe heraus gemacht. Doch mein Anspruch an mich selbst war einfach zu hoch angesetzt und ich habe mich zu sehr davon beeinflussen lassen. Ich habe zum Teil die Kontrolle über mich selbst verloren und habe einfach funktioniert wie eine Marionette.

Seit 2018 habe ich Step by Step vieles verändert und habe wieder zurück zu mir selbst gefunden und habe mittlerweile im Jahr 2020 einen perfekten Weg gefunden, meine Arbeit und das was ich tun möchte umzusetzen ohne mich dabei selbst kaputt zu machen. Doch es hat bis Januar 2020 gedauert, bis ich endlich komplett ausgebrochen bin. Startschuss dieser Blogpost: Everybody's Darling am Arsch. Seit dem ist nichts wie es wahr und ich bin froh drum. Ich habe mich selbst befreit und mir die Last von den Schultern genommen. Seit dem hat sich an meiner Einstellung zum Leben und zu Social Media in sehr vielen Punkten geändert und ich habe wieder ein gesundes Verhalten entwickelt. War nicht einfach, aber für einen Workaholic durchaus eine Leistung.

Ich bin viel dankbarer geworden für das was ich habe, dankbarer für das was ich sein kann und für das was ich bin und habe. Ich mache mir keinen Stress mehr! Jeder definiert Gesundheit anders und für mich persönlich kann Gesundheit und innere Zufriedenheit mit Social Media oftmals nicht einher gehen. Daher sehe ich es als so wichtig an, zumindest für mich selbst, auch öfters mal Auszeiten einzuplanen und zB Instagram für ein paar Tage nicht zu öffnen und etwas Abstand zu gewinnen. Ich habe gelernt, dass ich nicht "der Nabel der Welt bin" und man es auch sehr gut ohne mich aushalten kann. Ohne tägliche Feedposts und ohne tägliche Stories. Meistens ist es ja tatsächlich so, dass einem das nur selbst so stark auffällt und den Abonnenten/Followern erst, wenn man wieder zurück ist oder Stellungnahme dazu abliefert.

Das Leben ist zu kurz um nach Regeln zu Leben die nur in einem Workaholic Kopf existieren. Regeln die dümmer nicht sein könnten und man sich selbst auferlegt hat. Man ist nicht weniger erfolgreich, man generiert nicht weniger neue Abonnenten nur weil man sich auch mal bewusst eine Auszeit nimmt, Algorithmus mal dahingestellt. Der kann mich sowieso schon seit langem mal am Hintern kratzen. Bei der Vielzahl an Instagram Accounts ist es schließlich einfach nicht mehr möglich so aus der Menge hervor zu stechen um noch gravierend mehr Follower zu gewinnen. Daher habe ich gelernt, dass das ja auch vollkommen egal ist welche Zahl da steht. Ich bin dankbar für die Follower die ich habe, für das Engagement das ich habe und wenn dann doch einmal neue Leute zu mir finden, umso besser. Ich habe schon vor einiger Zeit gelernt mich als Person nicht von Zahlen definieren zu lassen. Daher gehen mir meine Statistiken auch total am Hintern vorbei. Ich habe mich frei von dem Gedanken gemacht auf Social Media funktionieren zu müssen und tue das was mir gut tut und was ich möchte - und das zu den Zeitpunkten die ich für richtig halte. Ende.


ELLA MARIA
Finde deine innere Zufriedenheit
und mach dich frei von Negativem


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