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Reisebericht Marrakesch – Meine Reise nach Marokko und mein aller erstes Mal in Afrika. Das war mal was anderes!

17. Mai 2019


Hey & Hallo!
Mittlerweile ist es schon wieder eine ganze Weile her als ich in Marrakesch in Marokko war. Wer mir auf Instagram folgt (@Justellamaria) der hat es sicherlich mitbekommen, denn so einige Bilder habe ich bereits gepostet. Es warten aber noch viele mehr, die in den kommenden Wochen meinen Feed immer mal wieder befüllen werden. Wie bei jeder Reise, wollte ich gerne noch einen Travel Bericht schreiben und euch gerne von meiner Reise, meinen Erlebnissen und meinem Kulturschock erzählen. Für mich war es meine erste Reise auf den Kontinent Afrika. Und somit auch mein erstes Mal in Marokko. Fangen wir doch einmal von vorne an und ich erzähle euch den Grund, weshalb Marrakesch für mich ein Wunsch-Reiseziel war. Ich liebe orientalische Länder, denn ich liebe diesen typischen 1001 Nacht Flair. Ich habe so viele tolle Fotos aus Marrakesch gesehen und mich sofort in den Gedanken verliebt dort einmal hinzureisen. Der Gedanke diesen Flair selbst zu erleben, mir die wundervolle Architektur mit all ihren tausend Torbögen, Mosaik Böden und verschiedenen Gewürzmärkten anzusehen hat mich einfach begeistert. 



Auch ein Grund für mich: Der Designer Yves Saint Laurent hat in Marrakesch gewohnt und einen botanischen Garten gerettet und wieder aufgebaut. Er ist dort gestorben und seine Asche wurde im Rosengarten verstreut. Es gibt außerdem ein Memorial für ihn und seinen Lebensgefährten sowie ein YSL Museum. All diese verschiedenen Aspekte haben mich sehr gereizt und mir war schnell klar, dass ich irgendwann einmal dorthin möchte. Als der Gedanke aufkam mal wieder mit meiner Besten zu verreisen habe ich sofort an Marrakesch gedacht und auch sie war Feuer und Flamme. Die Entscheidung stand also schnell fest und wir haben ziemlich schnell alles gebucht und in trockene Tücher gepackt. Für den Reisezeitraum haben wir uns für insgesamt 5 Tage im April entschieden: von Sonntag bis Donnerstag. An dieser Stelle möchte ich übrigens auch mal dicke probs an den Flughafen in Marrakesch aussprechen. Das ist der schönste Flughafen den ich jemals gesehen habe! Und ich habe schon so einige gesehen. Kommt also ruhig früher zum Flughafen, checkt ein und geht durch die Sicherheitskontrolle. Dahinter verbirgt sich eine Reihe an Wahnsinns Geschäften, Restaurants, Cafés, to do’s á la Massagestühle und Liegen und vieles mehr. An diesem wunderschönen und sehr neuen und modernen Flughafen lässt sich wirklich so einige Zeit totschlagen ohne Langeweile.



Das teuerste bei einer Reise nach Marrakesch ist definitiv der Flug. Unterkünfte sind dort ziemlich billig (Preis nach oben natürlich offen) und auch das Essen ist wirklich sehr günstig. Geflogen sind wir von München aus knapp 4 Stunden. Eine ziemlich kurze Zeitspanne um zum Kontinent Afrika zu reisen und in eine völlig neue und vor allem auch komplett andere Welt abzutauchen. Und genau so kam es mir auch vor, als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind. Erst einmal ging es zur Passkontrolle und dann ab nach draußen in die warme Sonne. Wir sind am frühen Nachmittag in Marrakesch angekommen und zu dem Zeitpunkt war es wirklich schön warm. Wir hatten uns von unserem Riad (Unterkunft) einen Fahrer schicken lassen der uns abholt und direkt in das Riad bringt. Das hatte auch problemlos geklappt. Mir tat nur der Fahrer leid, der wirklich ewig auf uns warten musste, da die Passkontrolle so lange gedauert hat. Er war auch ziemlich erleichtert als wir endlich angedackelt kamen und wir losfahren konnten. Für unsere Unterkunft habe ich bewusst kein Hotel gewählt, sondern ein Riad. Ein Riad ist so etwas ähnliches wie ein Hotel nur in kleiner, familiärer und gemütlicher. Wie so eine Art Pension in der man aber auch zu geregelten Zeiten Frühstück serviert bekommt und bei Bedarf auch Mittag- oder Abendessen. Unser Riad habe ich vor der Reise von zu Hause aus gebucht und mit Bedacht ausgewählt. Mir war ganz besonders die zentrale Lage am Markt sehr wichtig, sodass man alles perfekt zu Fuß erkunden kann. 

Unterkünfte sind in Marrakesch generell wirklich sehr günstig, dennoch habe ich mich in ein bestimmtes Riad verliebt, welches etwas teurer war als andere. Mit teurer meine ich, dass es etwas mehr gekostet hat als andere Riads aber im Allgemeinen war es immer noch günstig. Pro Nacht haben wir pro Person inkl einem sehr reichhaltigen Frühstück 50€ bezahlt. Für marokkanische Verhältnisse war das viel, aber ich finde das günstig für das tolle Riad mit Wahnsinns Lage. Meiner Freundin und mir ging es nicht darum so viel wie möglich bei dieser Reise zu sparen, sondern einfach einen schönen Urlaub zu haben und uns in der Unterkunft sicher und wohl zu fühlen. Daher kann ich mich persönlich über den Preis wirklich nicht beschweren und finde es durchaus preisgünstig für das was wir bekommen haben. Unser Riad war wirklich wunderschön und hatte einen richtig tollen Flair, genauso wie ich mir das gewünscht und auch vorgestellt habe. Nahezu alle Riads haben einen kleinen Innenhof mit Sitzgelegenheiten und viele Riads haben dort auch noch einen kleinen Pool. Von dort aus gehen dann über 1-2 Stockwerke die einzelnen Zimmer weg und die meisten Riads haben dann noch ein Roof Top mit weiteren Sitzgelegenheiten und Liegen zum chillen.


Unser Riad lag direkt in der Medina, dass ist der „alte“ Teil von Marrakesch wie wir gelernt haben und auch der Teil der von Sehenswürdigkeiten nur so strotzt. Unser Riad lag nur ca. 3 Fußminuten vom „Djemaa el Fna“ entfernt. Das ist der wohl bekannteste und zentrale Marktplatz in Marrakesch. Zur Zeit der Almohaden wurde dieser Platz übrigens als Hinrichtungsstätte genutzt und aufgespießte Köpfe wurden zur Schau gestellt. Heutzutage ist das jedoch nicht mehr so und auf dem Marktplatz findet man eine tolle orientalische Atmosphäre mit wildem Treiben. Es gibt Gaukler, Schlangenbeschwörer, Wahrsager sowie Künstler und Musiker und natürlich einen Haufen Verkaufsstände an denen kulinarische Spezialitäten der Region serviert werden. Da der Platz der zentrale Mittelpunkt von Marrakesch ist, haben wir die Unterkunft entsprechend so gebucht, dass sie in der Nähe lag. Wir sind auch jeden Tag mehrmals auf dem Marktplatz gewesen. Morgens um uns zB einen frisch gepressten Saft zu holen und Abends um etwas zu Essen und uns das Treiben anzusehen. Vom Marktplatz weg geht es in verschiedene Richtungen in die Souks. Das sind die kleinen, bekannten Gassen wo sich ein Verkaufsstand an den nächsten reiht. Dort findet man wirklich allerlei um ausgiebig zu shoppen. Die Souks sind super verwinkelt und es zweigen ständig neue Straßen/Wege ab und man weiß zum Teil gar nicht wo man lang laufen kann bzw soll. Einmal sind wir anscheinend in eine falsche Gegend abgebogen und ein netter, jüngerer Marokkaner hatte uns sogar freundlicher Weise den Tipp gegeben nicht weiter in die Richtung zu laufen, sondern dass es sicherer wäre jetzt lieber umzukehren. Also haben wir natürlich sofort kehrt gemacht und sind über einen anderen Weg wieder zurück gelaufen. 

Für die Souks gilt: egal ob es eine neue Tasche, ein Teppich oder eine Suppenschüssel sein soll – in den Souks findet man alles. Und eine Sache ist schöner als die andere. Ich habe vorab oft gelesen, dass viele Touristen mit nahezu leeren Koffern nach Marrakesch reisen nur um zu shoppen. Ich dachte mir, dass das sicherlich nicht so sein wird aber oh doch! Es gab viele richtig tolle Sachen in den Souks und wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich 20 Kissen, 3 Teppiche, ein komplett neues Geschirrset sowie 20 neue Korbtaschen eingepackt. Am „Djemaa el Fna“ gibt es aber rund um auch sehr tolle Restaurants und Bars mit Dachterrasse bei denen man einen tollen Blick über den gesamten Platz hat. Gerade bei Sonnenuntergang ist das ein richtig schöner Anblick. Der Marktplatz ist in Marrakesch also so zu sagen der „place to be“ und somit der zentrale Hotspot von dem alles weg geht. Auf dem Marktplatz sollte man im Übrigen etwas vorsichtiger sein, denn anhand des regen Getümmels, sollte man gut auf seine Sachen aufpassen. Mir wurde zwar nichts entwendet und hatte auch nicht das Gefühl, dass es jemand darauf abgesehen hätte, aber ich bin mir sicher, dass es gerade auf dem Marktpatz schon zu so einigen Fällen von Diebstahl gekommen ist. Also immer gut aufpassen. Aber ein noch größeres Augenmerk sollte man auf die Gaukler haben. Also die Einheimischen die etwas anbieten, verkaufen wollen. Die sind zum Teil in Marrakesch unfassbar rigoros und ich habe festgestellt, dass ein freundliches aber bestimmtes „nein danke“ in Marrakesch überhaupt nichts wert ist.


Marokko liegt bekanntlich ja in Afrika. Und auch wenn es Nord Afrika ist und zB mit Kapstadt in Süd Afrika nicht verglichen werden kann, ist es dennoch Afrika. Und wenn man an Afrika denkt, denkt man an Hitze, Sommer und Wüste – und das rund ums Jahr. Als der Plan stand, dass wir nach Marrakesch reisen möchten haben wir uns in dem Zuge natürlich auch über das Wetter informiert und ich habe mal Google angeschmissen und recherchiert, wann so in etwa die beste Zeit wäre um dorthin zu Reisen. Und dann mussten wir beide ja auch noch einen Zeitrahmen finden in dem wir Urlaub nehmen konnten. Bei mir und meiner Besten ist das immer nicht so einfach, aber wir haben es geschafft. Wir haben uns dann letztlich für Anfang April entschieden, da uns das zeitlich am besten gepasst hat und wir es Klimabedingt als noch akzeptabel eigestuft haben. Denn laut Google ist es bereits im April um die 30 Grad (Tendenz nach oben) heiß in Marrakesch. In den Sommer Monaten dann noch weitaus höher, versteht sich. Ich weiß noch, dass ich ursprünglich gerne im Februar gefahren wäre, da ich persönlich Städte Reisen nicht so gerne mag, wenn es stickig heiß ist. Natürlich habe ich mir sehr große Gedanken darüber gemacht, welche Kleidung ich nach Marrakesch mitnehmen soll, denn man hört ganz unterschiedliche Infos. Die einen sagen, man sollte auf jeden Fall Schultern und Knie (als Frau) immer bedeckt halten und andere sagen man sollte alle Knöchel bedecken. Da wir nur zu zweit waren (und keine männliche Begleitung hatten) und dazu noch beide blond sind, wollten wir es natürlich auf keinen Fall drauf anlegen in irgend einer Weise Ärger zu provozieren. 

Ich habe mich dann für einige lange Maxi Kleider entschieden, sowie dünne Stoffhosen und T-Shirts ohne großen Ausschnitt. Ich war wirklich ziemlich unsicher wegen der Kleidung, vor allem da ich Angst hatte unfassbar zu schwitzen in langer Kleidung unter der afrikanischen Sonne. So und nun mal aufgepasst: Es kam alles ganz anders als gedacht – ist ja meistens so! Bis auf ein paar Stunden zur Nachmittagszeit war es wirklich richtig kalt. Kalt ist jetzt natürlich ein interpretierbarer Begriff, aber definitiv zu kalt für die Kleidung die wir mitgenommen hatten. Letztendlich bin ich dann täglich in meinen Stoff- bzw meiner Jeanshose rumgelaufen und hatte T-Shirts an. Leider hatte ich auch zu wenige Pullis oder Cardigans dabei, da ich dachte ich bräuchte sie nicht. Wir haben uns also ziemlich zu Beginn im Marrakesch Plaza (ein Shopping Center) erst einmal ein bisschen was „wärmeres“ gekauft. Denn Vormittags und vor allem Abends war es wirklich kalt und ich hatte meine Lederjacke und einen dicken Strickschal (mit dem bin ich angereist, da es zu Hause super kalt war am Abreisetag) um. Wer hätte das gedacht ? Also wir offensichtlich nicht. Trotzdem der Wetterbericht eigtl warme und zum Teil heiße Temperaturen angesagt hat, war es vom Gefühl her alles andere als warm. In den Sommer-Monaten mag das eventuell anders aussehen, aber im Frühjahr war es echt noch ziemlich frisch.


Das Essen in Marrakesch war eine Sache auf die ich mich sehr gefreut habe aber auch ziemlich skeptisch war. Wir haben auch so einiges in unserer Zeit ausprobiert was das marokkanische Essen angeht und sind von Tag zu Tag immer mutiger geworden und haben uns mehr getraut. Gefrühstückt haben wir in unserem Riad, da das inklusive war. Dort wurde uns immer ein frischer O-Saft und Kaffee serviert, dazu immer Brötchen mit Marmelade, Butter und Honig, sowie ein süßes Teilchen und eine marokkanische Spezialität die täglich gewechselt hat. Mittags haben wir uns unterwegs etwas geholt, je nachdem wo wir gerade waren und ob wir überhaupt Hunger hatten, nach dem ausgiebigen Frühstück. Einmal haben wir Mittags ein „normales“ Restaurant ausprobiert, also eines das nicht auf marokkanische Küche spezialisiert war, aber das war ein Flop. Zwar super schön eingerichtet, ansprechende Gerichte, aber geschmacklich leider nicht so der Hit. Ein anderes Mal waren wir zB in einem Mc Donald’s. Haltet mich für verrückt, aber ich liebe es in anderen Ländern den McD auszuprobieren und dort das zu essen, was es bei uns nicht gibt. Ich finde das mega spannend und hatte mich für den McArab entschieden. Das war eine Art Fladenbrot mit Kebab drin und einer würzigen Sauce und ich muss euch sagen, das war das geilste was ich bei McD je gegessen habe (gleich zusammen mit dem McTurko in der Türkei vor ein paar Jahren). 



Abends haben wir immer auf dem Markplatz des Djemaa el Fna gegessen. Dort gab es gefühlte 100 Stände, alle direkt neben einander mit kleinen Bierbänken und gedeckten Plätzen. Das Essen wurde dort direkt am Grill vor den Augen des Gastes zubereitet und es herrschte immer super Stimmung. Es wurde gesungen, Musik gemacht und hatte einfach gute Laune Flair. Das Essen, vorwiegend Fleischspieße aber auch Gemüse, ist auf einem Tisch aufgebahrt und liegt dort den ganzen Tag in der Sonne. Am ersten Abend waren wir etwas skeptisch was das Fleisch anging und haben uns nicht getraut das zu probieren und haben auf eine Gemüse Tajine zurück gegriffen. Am zweiten Abend wollten wir dann aber mutiger sein und haben uns an die Fleischspieße gewagt. Ich hatte vorher schon recherchiert gehabt, dass man das Essen auf dem Markt bedenkenlos essen kann. Und so war es letztlich auch. Keiner hatte Bauchweh, keinem war schlecht und es ist auch sonst nichts passiert. Also kann ich das auf jeden Fall bestätigen, auch wenn der Anblick bei Fleischspießen die den ganzen Tag rumliegen zunächst etwas merkwürdig ist. Das ist glaube ich einfach so ein typisches Deutsch-Ding. Die Spieße waren übrigens auch sehr lecker und es gab sehr viel Auswahl. Egal ob Rind, Lamm, Huhn, verschiedene Gemüsearten, Brot, Dip, Couscous – es gab alles Mögliche und alles war sehr lecker.


Bevor wir unsere Reise nach Marrakesch angetreten haben, haben wir uns vorher natürlich über die „must see“ Sehenswürdigkeiten informiert. Die Highlights schaue ich vor einer Reise immer gerne noch einmal nach und notiere mir diese, alles andere entdeckt man meistens ja dann direkt vor Ort wenn man irgendwo abbiegt wo man eigentlich nicht langlaufen wollte und dann etwas schönes entdeckt. Ihr kennt auch bestimmt diese roten „Hop on, hop off“ Touri Busse. Die gibt es ja in jeder erdenklichen Stadt. Wir haben uns für die Busse ein 48 Stunden Ticket gekauft und haben damit nicht nur eine komplette Rundreise durch Marrakesch gemacht um alle Highlights gebündelt anzusehen, sondern haben diese Busse auch als Transfer genutzt. Ich mache das immer super gerne, denn man kann ja so oft ein- und aussteigen wie man möchte und wird zu seinen Zielen (oder zumindest in die Nähe davon) kutschiert. Das kann ich generell jedem empfehlen der eine neue Stadt entdecken möchte, da es einfach sehr praktisch ist. Meine Beste und ich haben eine besondere Liebe zu Starbucks die wir teilen und von daher gucken wir in jeder Stadt in der wir sind auch nach ob und wo der nächste Starbucks ist und schauen da auf jeden Fall vorbei. Es gibt nur wenige Länder bzw Städte in denen (für uns) der Kaffee gut bzw genießbar ist. Und da wir beide großen Wert auf einen anständigen Kaffee legen, waren wir auch des Öfteren mal im Starbucks in Marrakesch. 

Generell gab es in Marrakesch sehr viele verschiedene Sehenswürdigkeiten und vor allem die Stadtmauer sowie die vielen verschiedenen kleinen (und auch größeren) Gärten sind absolute „Must Sees“. Besonders der „Le Jardin Secret“ hat mir gut gefallen. Ein süßer kleiner Garten, mit verschiedenen Sitzgelegenheiten, einem Café und einem kleinen Türmchen von dem aus man einen sehr coolen Blick über die Dächer der gesamten Stadt hat. Noch ein Highlight für mich persönlich: Der gesamte Garten war umzäunt mit einer Hecke aus Rosmarin. Ich liebe Rosmarin und diese dichte, volle Hecke war einfach ein Traum und hat unfassbar gut gerochen. Ein weiteres Highlight ist auch der „Jardin Majorelle“, das ist der Garten zum bekannten „blauen Haus“. Das blau ist eine besondere Abstufung von Kobalt-Blau wie ich erfahren haben und bietet einfach enormen Kontrast zum restlichen rostroten Marrakesch. Der Garten gehörte einst dem Maler Jacques Majorelle, der nach seinem Tod selbst fast den Tod erlitten hätte. Der Designer Yves Saint Laurent und sein Lebensgefährte kauften Garten mit Haus auf und restaurierten ihn. Yves Saint Laurent spielt in Marrakesch eine sehr große Rolle, dadurch dass er selbst in dem Haus lebte (so hatte ich es zumindest verstanden) und sogar die Straße in der sich der Garten befindet wurde nach ihm benannt. Übrigens ist es dort wirklich unfassbar weitläufig und einfach wunderschön. Nach dem Tod von YSL wurde seine Asche übrigens in seinem Rosengarten verstreut, das hatte er sich so anscheinend gewünscht. Außerdem gibt es noch eine Ecke mit einem Memorial für ihn und seinen Lebensgefährten. 

Neben an gibt es dann noch ein YSL-Museum, welches wir jedoch nicht besucht hatten, da wir ausgerechnet an dem Tag dort waren, wo das Museum geschlossen hatte. Ich selbst habe mir Marrakesch übrigens viel „trockener“ und wüstenähnlicher vorgestellt, als es im Endeffekt war. Marrakesch ist im Allgemeinen eine Stadt der Mauern und alles ist konsequent in einem rostrot angestrichen. Egal ob es sich um eine Hauswand oder eine Garteneinfassung handelt. Alles in Marrakesch ist rostrot. Aber an jeder Ecke und jedem Ende gab es dort unfassbar viel Grün und super viele Pflanzen. Es gibt unzählige, verschiedene Gärten oder angelegte Grünanlagen und Grünstreifen und alles ist perfekt bewässert, gepflegt und am Strahlen. Das waren bei weitem natürlich nicht alle Sehenswürdigkeiten die wir in Marrakesch abgeklappert haben, aber die die für mich am meisten beeindruckend waren.


Zu tun gibt es in Marrakesch wirklich eine Menge. Langweilig wird es dort auf jeden Fall nicht und was bestimmte Aktivitäten angeht, hätte ich gerne auch nochmal 2-3 Tage an den Trip dran gehängt, denn so manches hätte ich gerne noch gemacht. Natürlich haben wir uns vorab informiert, was man alles so machen kann. Das empfiehlt sich für Marrakesch nämlich auf jeden Fall, denn wenn man bestimmte Aktivitäten gerne machen möchte, sollte man diese auf jeden Fall über sein Hotel oder Riad buchen oder über vertrauenswürdige Seiten von zu Hause aus. Auch wenn ich persönlich damit keine Erfahrung gemacht habe (aber mega oft gelesen habe, dass man es nicht tun soll) sollte man keine Aktivitäten oder Trips von Straßenhändlern buchen. Es stehen nämlich an jeder Ecke und jedem Ende viele Angebote auf Schildern die man preisgünstig buchen kann. Egal ob das nun zB simples Kamelreiten ist oder eine geführte Tour ins Atlas Gebirge. Und auch wenn Marrakesch als sicheres Reiseland eingestuft ist, passieren ja dann doch ziemlich oft irgendwelche unschönen Sachen die man in den Nachrichten öfters Mal sieht, von daher würde ich lieber auf Nummer sicher gehen und Aktivitäten mit Bedacht auswählen. Was wir zB von zu Hause aus über uns Riad gebucht haben war eine Kamel Tour. Dort wo wir waren war keine große Massenabfertigung, sondern das war (so wie es schien) ein Freund/Bekannter von unserem Riad Besitzer und das Ganze hatte einen persönlichen Touch. Wir waren nämlich nur zu zweit mit jeweils einem Kamel (und einem „Tourguide“) unterwegs und nicht so wie andere Gruppen die man unterwegs getroffen hat, die aus 10 – 15 Leuten bestand. 

Von solchen Aktivitäten mit Tieren kann man jetzt halten was man möchte. Aber glaubt mir, ich bin einer der größten Tierfreunde und Tierliebhaber auf dieser Erde und hätte ich das Gefühl gehabt, dass es den Kamelen schlecht geht, sie schlecht behandelt worden wären, dann hätte ich es nicht gemacht. Bei diesem Kamel-Betreiber (wenn man das so nennt) hatte ich jedoch ein gutes Gefühl. Und es war einfach schon immer ein großer Traum von mir auf einem Kamel durch die Wüste zu reiten. Kamele sind so unfassbar süße und besondere Tiere und einem Kamel mal so nahe zu sein und es zu streicheln ist schon eine tolle Sache. Auch interessant gefunden hätten wir einen Trip zu den Ouzoud Wasserfällen. Das haben wir allerdings von zu Hause aus irgendwie nicht richtig berücksichtig oder gesehen, denn das war uns neu und haben wir vor Ort von unserm Riad Besitzer erfahren. Da der Weg von Marrakesch aus jedoch auf einfachem Wege 3 Stunden dauert (also insgesamt 6 Stunden Fahrt am Tag), muss man für den Besuch bei den Ouzoud Fällen einen kompletten Tag einplanen und da wir ja nur 5 Tage gesamt und davon „nur“ 3 komplette Tage in Marrakesch waren, hätte das unsere gesamte Planung über den Haufen geworfen und daher haben wir uns schweren Herzens gegen diesen Trip entschieden. Also wär eine Reise nach Marrakesch plant, denkt daran einen extra Tag zu planen für die Wasserfälle, das lohnt sich ganz bestimmt und die Bilder und Videoaufnahmen sehen traumhaft aus.



Im Übrigen: Ich werde noch einen zweiten Blogpost zu Marrakesch schreiben, da dies sonst den Rahmen sprengen würde. Im zweiten Blogpost wird es um die Wahrheit über Marokko und Nord Afrika, den 1001 Nacht Flair und meinen Kulturschock gehen. Denn wie erwähnt, war es das erste Mal für mich auf dem Kontinent Afrika und auch das erste Mal in einem Land wie Marokko und ihr könnt mir glauben wenn ich sage, dass ich eine absolute Reizüberflutung hatte und den Kulturschock meines Lebens. Es sind so einige (!) super komische Dinge passiert, die es in Deutschland so nicht geben würde und die mir schlichtweg einfach unbekannt waren und ich zum Teil auch nicht wusste, wie ich damit umgehen soll. Des Weiteren habe ich in dem Beitrag noch ein paar Tipps & Tricks zusammen geschrieben, die ich während meiner Zeit in Marrakesch gelernt und entdeckt habe und gerne an euch weiter geben möchte, falls auch mal jemand von euch dorthin möchte. Also seid gespannt auf Beitrag Nummer 2.





ELLA MARIA
Wart ihr schon einmal in Marrakesch ? 
Welche Städte/Länder würdet ihr gerne mal bereisen ?



Kommentare on "Reisebericht Marrakesch – Meine Reise nach Marokko und mein aller erstes Mal in Afrika. Das war mal was anderes!"
  1. Danke für diesen wunderbaren Beitrag. Ich habe schon lange den Wunsch nach Marrakesch zu fahren - was für die einen ein Kulturschock ist, ist bei mir tatsächlich der Hauptgrund dort hinzureisen. :D
    Liebste Grüße <3
    www.lifeofmissg.com

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  2. Toller Beitrag und vor allem schöne Fotos - besonders das erste macht richtig Lust :) Marrakesch steht auch schon ewig auf meiner Reiseliste und wie du sagst, von München ist es ja eigentlich gar nicht so weit entfernt.

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