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Blogger 1x1: Kennzeichnungspflicht! - Wie macht man es richtig ? Werbung, Anzeige... ja was denn nun ? Große Verwirrung im Netz!

21. Juni 2018

Hey & Hallo!
Aus gegebenen Anlass und bereits erfolgter Abmahnungen an Blogger und Influencer, möchte ich das Thema Kennzeichnungspflicht gerne mal etwas genauer auf meinem Blog thematisieren. Denn mittlerweile tun sich Abgründe auf was die Kennzeichnung betrifft, die wir alle vorher nicht so erwartet hättet. Losgelöst von tatsächlich werblichen und werblich wirkenden Postings natürlich, denn dass diese gekennzeichnet werden müssen ist ja klar. Heute möchte ich das Thema gemeinsam mit euch etwas genauer beleuchten und bin gespannt wie ihr die Kennzeichnung handhabt und was ihr davon haltet. Lasst mir gerne eure Meinung in den Kommentaren da. 

Die neue Rechtsprechung sagt aus, dass man so ziemlich alles - und damit ist wirklich quasi alles gemeint - zu kennzeichnen hat. Das macht es uns Bloggern und Influencern natürlich zum einen sehr schwer aber noch schwieriger hat es der Endverbraucher. Also die Privatperson die im Netz unterwegs ist. Denn wegen der neuen Rechtsprechung kann die Privatperson künftig nicht mehr richtig unterscheiden, was denn nun tatsächlich Werbung ist und was nicht. Künftig wird es sehr schwer werden zu erkennen, ob es sich um eine Firmen Kooperation handelt oder die Produkte schlichtweg einfach selbst gekauft wurden. Denn sobald eine Marke zu erkennen ist, muss der Beitrag werblich gekennzeichnet werden. Ob es nun euer DM Einkauf ist oder eine bezahlte Kooperation mit Firma XY interessiert das Gesetz hierbei schlichtweg überhaupt nicht mehr. Der Endverbraucher kann so aber nicht erkennen, ob ihr eurer DM Einkauf gesponsert bekommen habt oder nicht. Dennoch müssen wir gerade in der jetzigen Zeit, in der das Gesetz noch nicht zu 100% definiert hat wie es weiter gehen soll, sehr vorsichtig sein. Denn die ersten Abmahnungen an Blogger und Influencer sind bereits raus und schlagen im Netz große Wellen! Die Angst bei allen anderen ist groß und noch größer die Unsicherheit wie man es denn nun machen soll und seine Beiträge richtig kennzeichnen kann bzw muss. 


Dem Gesetz ist es egal ob du meinetwegen 1.000 oder 1.000.000 Abonnenten hast. Das Gesetz ist für alle Accounts und für alle Blogger & Influencer gleich. Daher kann ich jedem nur dringend anraten sich mit dem Thema etwas zu beschäftigen oder zumindest meinen Beitrag genauer zu lesen. Ich bin kein Rechtsanwalt, kann keine Rechtsberatung geben (das möchte ich auch gar nicht) und kann daher auch keine Garantie geben, dass meine Art und Weise zu 100% korrekt ist, dennoch habe ich mich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und meine Art und Weise entwickelt, wie ich Beitrage von nun an kennzeichne und möchte euch einmal genauer darstellen, wie das auf meinen Profilen nun so aussehen wird, damit ihr zumindest bei mir einen Überblick bekommt, wieso weshalb warum auf einmal so viel Werbung gezeigt wird.


MEINE KENNZEICHNUNGEN

so kennzeichne ich meine Beiträge auf Instagram

Ich unterscheide bei meinen Postings zwischen den Wörtern "WERBUNG" und "ANZEIGE". Beides sind vor dem Gesetz erlaubte Wörter um einen werblichen (oder eben auch nicht werblichen) Beitrag formgerecht zu kennzeichnen. Für mich unterscheiden sich diese beiden Wörter jedoch in ihrer Bedeutung, auch wenn das natürlich jeder anders anhaben wird und auch anders interpretieren kann.

WERBUNG:
Ich deklariere als Werbung alle Bilder, auf denen man Marken erkennen kann oder wenn Marken im Bild verlinkt sind. Auch kennzeichne ich Beiträge als Werbung, wenn ein anderer Blogger oder eine andere werbetreibende Person auf dem Bild verlinkt wird. Denn selbst die Verlinkung an einen anderen Blogger/Influencer wurde wg. werblicher Absichten bereits abgemahnt. Unglaublich aber wahr! Die Beiträge die ich als Werbung kennzeichne sind nicht im Rahmen einer Kooperation entstanden. Für diese Beiträge habe ich kein Geld bekommen, habe keine PR Samples (kostenlose Produkte) zur Verfügung gestellt bekommen noch sonst etwas. Dennoch kennzeichne ich diese Beiträge als "Werbung", da man zB ein Logo einer Firma/Marke erkennen kann und der Beitrag somit mit werblicher Absicht eingestuft werden könnte. Es ist ganz wichtig, dass man diesen Punkt beachtet, denn sobald man auch nur irgendetwas auf dem Bild erkennen kann wo zB ein Teil her ist oder der gleichen, muss zwingend als Werbung gekennzeichnet werden.

ANZEIGE:
Posts die mit "Anzeige" bei mir deklariert sind, sind tatsächlich im Rahmen einer Kooperation, also einer Zusammenarbeit, mit einer Firma entstanden. Aber auch hier gibt es Unterschiede. So kann der Beitrag zB von der Firma bezahlt worden sein oder man hat kostenlose Produkte zur Verfügung gestellt bekommen um diese vorstellen zu können. Anzeige ist also all das, für das ich etwas bekommen habe - bezahlt oder unbezahlt. Dass diese Beiträge entsprechend gekennzeichnet werden müssen, ist ja schon länger so und war das, was dem Endverbraucher bisher die Transparenz suggeriert hat. Aufgrund der Rechtsprechung unterscheide ich die Beiträge eben nun zwischen "Anzeige" und "Werbung" um zumindest einen mini Bruchteil an Transparenz an euch weitergeben zu können.

DAS SCHLUSSWORT:
Was ich ebenso handhabe ist, dass ich zunächst meine Bildbeschreibung (also der Text unter einem Instagram Bild) schreibe und als finales Schlusswort dann noch einmal genauer erläutere wie der Beitrag gemeint ist, was an einer "Anzeige" oder der "Werbung" nun tatsächlich bezahlt, gesponsert oder eben auch nicht wurde.

Ich habe mir verschiedene Schlusswörter zur Veranschaulichung überlegt. Diese möchte ich euch natürlich auch noch mitteilen, damit ihr bescheid wisst.

- Werbung, da eine Marke genannt wird
- Werbung, da eine Marke verlinkt ist
- Werbung, da eine Marke zu sehen ist
- Werbung, da werbetreibende Person zu sehen ist
- Dieser Beitrag enthält bezahlte Werbung
- Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung
- Werbung enthalten, da Pressereise

Diese Formulierungen und auch die Info wie ich zwischen "Anzeige" und "Werbung" unterscheide, findet ihr ebenso auf meinem Instagram Account @Justellamaria in den Story Highlights unter "Werbung". Ihr könnt ich die Info jederzeit noch einmal aufrufen und nachsehen, wenn ihr ein Foto bzw einen Beitrag von mir nicht ganz versteht. Selbstverständlich könnt ihr mir auch immer eine Email oder Direkt Nachricht bei Instagram senden, wenn ihr Fragen zu der Deklaration habt.


Wie müssen Beitrage richtig gekennzeichnet werden ?
Gemäß der neuen Rechtsprechung gibt es einige Vorgaben wie Beiträge zu veröffentlichen sind. Lasst euch also gesagt sein, wenn folgendes der unten zutreffenden Punkte bei eurem Foto/Beitrag der Fall ist, dann müssen diese gekennzeichnet werden:

- Ist auf dem Foto ein Logo oder eine Marke zu erkennen ?
- Ist auf dem Foto ein anderer Blogger oder Influencer zu sehen ?
- Habt ihr mind. 1 Teil aus dem Bild von einer Firma als PR Sample zugeschickt bekommen ?
- Habt ihr mind. 1 Firme auf dem Bild getagged (verlinkt) ?
- Sprecht ihr in euer Bildbeschreibung von einem bestimmten Produkt einer Firma ? zB als Review oder auch als Preview ?

Wenn ihr auch nur eine dieser Fragen mit "JA" beantworten könnt, dann muss euer Beitrag zwingend entweder als "Werbung" oder "Anzeige" deklariert werden.

Wörter die für deutsche Blogger & Influencer nicht erlaubt sind:
Ad, Advertorial, Sponsored und eben alle weiteren Wörter englisch- oder fremdsprachiger Natur. Selbst wenn das Wort "Sponsored" selbsterklärend ist, ist dieses vor dem deutschen Gericht nicht anerkannt. Es ist ebenso nicht erlaubt unter den genannten Hashtags das Wort #Werbung zu verstecken. Auch nicht als ersten oder letzten Hashtag. Das zählt vor Gericht ebenso nicht!

Kennzeichnung richtig setzen:
Die beiden Wörter "Werbung" oder "Anzeige" sind direkt als aller erstes Wort in einem Beitrag zu nennen, wenn eine der obigen Fragen mit "Ja" beantwortet wurden. Und ja ich weiß, dass das super blöde aussieht und einige Endverbraucher evtl sogar abschrecken könnte euren Beitrag zu lesen - aber die Strafen die anhand einer Abmahnung drohen sind nicht ohne. Und auch wenn ihr noch einen vergleichbar kleinen Account habt und denkt, euch finden die Anwälte & Co. sowieso nicht - doch das werden sie! Geht lieber auf Nummer sicher und spielt eure Karte nicht zu hoch aus. Eine Abmahnung zu erhalten ist kein Kinderspiel und neben einem Haufen Geld müsst ihr hier noch einiges mehr in die Hand nehmen und genau das wollen wir schlichtweg vermeiden!


Ich kann es jedem von euch nur empfehlen auf eurem Blog eine Transparenz Seite einzurichten, auf der eure Leser und Abonnenten erkennen könnt wie ihr mit Werbung umgeht. Meine Transparenz Seite findet ihr übrigens direkt in meiner Sidebar, genauso wie Datenschutzerklärung und Impressum. Es empfiehlt sich, auch wenn sich viele davor sträuben, diese Seiten direkt auf der "Startseite" anzuzeigen damit sich egal auf welchem Beitrag der Leser gerade ist, dorthin klicken und sich informieren kann, denn auch dies gibt das Gesetz so vor. Ebenso kann ich es euch nur anraten, das gleiche auf Instagram zu machen. Setzt dort einfach ein Story Highlight in dem eure Abonnenten auf einen Schlag erkennen können, wie Werbung/Anzeige & Co auf eurem Profil aussieht, was sie erwarten können und wie sie unterscheiden können.


WEITERE THEMEN ZUM BLOGGER 1x1:


ELLA MARIA
Was haltet ihr von der neuen Pflicht ?
Wie setzt ihr diese auf euren Kanälen um ?


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